Zwei Drittel der Pflegenden sind stark belastet
Im Detail fühlen sich 23 Prozent sehr stark belastet und 48 Prozent stark. Unter den Befragten, die sich um eine Person mit der Pflegestufe 3 kümmern, sind sogar 36 Prozent sehr stark belastet. Gar keine Belastung empfinden lediglich 5 Prozent aller Befragten. Nur 31 Prozent der Pflegenden sagen, sie würden ihrer Aufgabe auf jeden Fall gerecht.
63 Prozent fühlen sich körperlich erschöpft, 62 Prozent emotional und seelisch. 60 Prozent der Pflegenden sagen, sie würden ihre persönlichen Bedürfnisse vernachlässigen. 43 Prozent fühlen sich bei der medizinischen Versorgung überfordert. Rund ein Drittel berichtet von negativen Auswirkungen auf den Beruf und von finanziellen Nachteilen.
Pflege sorgt auch für Zufriedenheit
Es gibt jedoch auch positive Auswirkungen. Drei Viertel sagen, die Pflege gebe ihnen die Möglichkeit, einer Person etwas zurückzugeben, die selbst schon viel für sie getan habe. Ebenfalls drei Viertel ziehen aus der Aufgabe positive Energie und Zufriedenheit. 63 Prozent freuen sich über die Unterstützung durch Partner, Familie oder Freunde.
Der Blick in die Zukunft ist jedoch sorgenvoll. Die größte Sorge ist, dass sich der Zustand der gepflegten Person verschlechtert. 60 Prozent befürchten, dass sie die Pflege in Zukunft körperlich oder emotional nicht mehr bewältigen zu können. Die Hälfte hat Angst davor, Pflege und Beruf nicht mehr in Einklang bringen zu können.
Gepflegt wird auch aus finanziellen Gründen
Warum Menschen pflegen ist sehr vielfältig. 91 Prozent sagen, sie pflegen aus Liebe, 85 Prozent aus Pflichtgefühl. 64 Prozent sagen aber auch, ein Pflegeheim sei zu teuer und 58 Prozent nennen als Grund eine regelmäßige Geldleistung, zum Beispiel aus der Rente des Gepflegten. Fragt man die Pflegenden, wie man sie entlasten könnte, nennen 53 Prozent mehr praktische, tätige Hilfe und 38 Prozent mehr emotionalen Beistand. 37 Prozent wünschen sich eine bessere finanzielle Unterstützung.
80 Prozent mit Pflegestufe
80 Prozent der Personen, die von den Befragten gepflegt oder betreut werden, haben eine Pflegestufe. Dabei pflegen 55 Prozent die Eltern oder Schwiegereltern und 14 Prozent den Partner. 38 Prozent werden bei ihrer Tätigkeit durch einen Pflegedienst unterstützt, während 27 Prozent völlig allein pflegen. 60 Prozent der Befragten sind Frauen.
Bild: (2) ©Nomad_Soul / fotolia.com (2-4) © Continentale Krankenversicherung a.G.
Themen:
LESEN SIE AUCH
So gelingt die Unternehmens-Nachfolge noch zügiger
Unternehmensnachfolge: Ruhestandsplanung als Chance
Das sind die Preisträger des OMGV Makler Award 2023
Von einer echten Makler-Nachfolge profitieren auch Endkunden
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Policen Direkt verrentet Bestand von VEMA-Makler
MAXPOOL Bestandsbörse geht online
Zaudern bei der Rentenreform gefährdet künftigen Wohlstand
Von wegen Generationenkonflikt
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.














