Verändertes Risikobewusstsein durch Terror- und Cyber-Gefahr
Deutsche Unternehmensmanager schätzen Terror- und Cybergefahren mittlerweile wesentlich höher ein, erläutert der Versicherungsmakler Aon Risk Solutions in seinem aktuellen Marktreport. „In früheren Jahren war die Meinung weit verbreitet, dass Terrorismus aus Versicherungssicht ein zu vernachlässigendes Risiko darstellt, sagt Hartmuth Kremer-Jensen, Mitglied der Geschäftsführung des Versicherungsmaklers in Deutschland.
Diese Sicht der Dinge hat sich grundlegend verändert, nun herrscht Konsens darüber, dass Terroranschläge jedes Unternehmen zu jedem Zeitpunkt treffen können. Die Vielzahl und die unterschiedliche Art und Weise der Anschläge auch in Verbindung mit den kurzen
Zeitabständen hätten gezeigt, wie nah die Terrorgefahr und die Bedrohung durch Cyber-Risiken sind. Durch die Anschläge in Brüssel, Nizza und München, um nur einige zu nennen, wurde das Risikobewusstsein bei den deutschen Unternehmenslenkern in relativ kurzer Zeit deutlich verändert.
Kremer-Jensen erläutert:
„In der deutschen Wirtschaft weiß man, dass kein IT-System hundertprozentig sicher ist – und dass jede Unternehmensbranche und -größe angreifbar ist. Dass ein Schaden dann schnell in die Millionen gehen kann, haben vor allem die Manager in den Konzernen verstanden.“
Der Aon Risk Solutions Marktreport belegt nachhaltig welche Branchen im Jahr 2015 unter Terrorangriffen gelitten haben. Am stärksten betroffen waren:
- 25 Prozent: Transport
- 22 Prozent: Einzelhandel
- 12 Prozent: Elektrizität
- 11 Prozent: Öl
- 05 Prozent: Medien, Finanzwirtschaft und Tourismus
- 03 Prozent: Versorgungswirtschaft, Telekommunikation, Gas und Bau
- 02 Prozent: Bergbau
- 01 Prozent: Landwirtschaft
(Quelle: Terrorism Tracker – ein Kooperationsprojekt von Aon und The Risk Advisory Group)
Diese Erkenntnis spiegle sich auch in den Abschlusszahlen beider Versicherungssparten wider. Bei Cyber-Versicherungen sei ein enormer Anstieg festzustellen. Konzerne mit einem Umsatz, der größer als eine Milliarde Euro beträgt, sind die Treiber dafür. Immer häufiger wird die Entscheidung getroffen, dass unkontrollierbare Risiken zu versichern seien. Auch bei Terrorversicherungen hätten sich die Anfragen der Unternehmen nach Absicherungslösungen innerhalb der vergangenen beiden Jahre vervielfacht. Dies gilt sowohl für den Mittelstand als auch für Großkonzerne.
Bild: (1) © hrohmann / pixabay.com
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