Neue Typklassen für 27.000 Automodelle

Veröffentlichung: 06.09.2016, 15:09 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typklassen-Einstufung für die Kfz-Versicherung neu berechnet. Trotz der Vielzahl der verschiedenen Pkw hat sich im Vergleich zum Vorjahr für die meisten der rund 27.000 Modelle nur wenig oder gar nichts verändert. Nur für rund ein bis drei Prozent der Fahrzeuge ging es um mehr als eine Klasse herauf oder herunter – je nach Versicherungsart.

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So ergeben sich erwartungsgemäß hohe Einstufungen für viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs, wie beispielsweise für den Tesla Model S, den Mercedes S 63 AMG, den Range Rover 4.4 TD oder den Audi Q7 6.0 TDI. Der Seat Mii 1.0, der Opel Corsa-E 1.4, der Peugeot 108 1.0 oder der Toyota Aygo 1.0 werden unter anderem vergleichsweise niedrig eingestuft.

Je größer die Schäden, desto höher die Typklasse

GDV-Statistiker haben für die neuen Typklassen die Schaden- und Unfallbilanzen der einzelnen Modelle der vergangenen drei Jahre ausgewertet. Automodelle mit vielen Schäden und hohen Versicherungsleistungen werden in höheren Typklassen eingeordnet. Wenig Schäden und geringe Reparaturkosten führen zu niedrigeren Typklassen.

Maßgeblich für die Statistiken der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen. Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden (unter anderem Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse) fließen in die Berechnungen der Vollkasko-Versicherung ein. Für die Statistiken der Teilkaskoversicherung werden nur Teilkaskoschäden betrachtet.

Hier können Sie die neuen Typklassen abrufen.

Bild: © Kadmy / fotolia.com

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