Löhne und Gehälter steigen
Die vorläufigen Ergebnisse des Salary Increase Survey 2016/2017 von Aon Hewitt zeigen, dass sich die Löhne und Gehälter innerhalb Europas weiterhin moderat entwickeln. Die Mitarbeiter in allen Regionen können im nächsten Jahr mit Gehaltserhöhungen rechnen, die Budgets sind vergleichbar zu 2016.
Marco Reiners, Market Leader Reward Central Europe bei Aon Hewitt, dazu
„Die Vergütungsentwicklungen in Europa bleiben weiterhin sehr konstant, auch wenn 2016 bisher ein Jahr der politischen Veränderungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten war. Die Arbeitgeber sind dennoch optimistisch und prognostizieren positive Geschäftsentwicklungen, dem-entsprechend werden Erhöhungsbudgets bereitgehalten.“
Deutsche Unternehmen werden ihre Strategie in Bezug auf Gehaltsentwicklungen nicht verändern. Die Prognose für die Steigerung von Löhnen und Gehältern liegt für das kommende Jahr bei 2,8 Prozent. Dieser Wert wurde bereits für 2016 vorausgesagt und bestimmt die tatsächliche Entwicklung. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Österreich für das Jahr 2017 einen etwas pessimistischeren Ausblick.
Die Prognose und eingetretene Entwicklung soll im nächsten Jahr minimal auf 2,7 Prozent zurückgehen. Ähnlich sieht es für die Schweiz aus. Obwohl die ursprüngliche Prognose von 2,0 Prozent für 2016 übertroffen wurde, bleibt sie für 2017 unverändert. Zusammenfassend ist über die DACH Region festzustellen, dass die Gehaltsentwicklung im deutschen Raum stagniert und in Österreich sowie Schweiz minimal zurückgehen wird.
Divergierende Trends in Europa
Dazu unterscheiden sich andere Regionen in Europa. Die zuversichtlicheren 2016er Prognosen für Osteuropa sind schlussendlich nicht eingetreten. Trotz alledem bleiben die dort operierenden Unternehmen optimistisch und sehen für 2017 einen höheren Anstieg von Gehältern und Löhnen. Ausreißer ist die Ukraine: Zwar wurde die Prognose für 2016 von 9,5 Prozent über ein Prozent überschritten, für 2017 wird trotzdem ein Rückgang auf 8,9 Prozent erwartet.
In Südeuropa bleiben die Prognosen aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten sehr verhalten. Die tatsächlichen Entwicklungen übertrafen in Italien, Griechenland und Spanien allerdings die Prognosen für 2016. War man in Italien von einer Erhöhung von 2,6 Prozent ausgegangen, beträgt der konkrete Anstieg 2,8 Prozent. Noch positiver sind die Zahlen in Spanien: um 2,2 Prozent sollten die Löhne und Gehälter steigen, de facto wurden 2,6 Prozent erreicht. Jedoch bleiben die Aussichten für 2017 hinter den Zahlen des Vorjahres. Griechenland korrigiert die Vorhersagen auf 1,7 Prozent abwärts ob-wohl die Bezüge derzeit um 2,6 Prozent gestiegen sind – die Prognose lautete 1,8 Prozent.
Bild: © weyo / fotolia.com
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