"Herr Riester soll mir doch mal erzählen, ..."

100 Zuschauer treffen live im WDR-Studio auf den ehemaligen Bundesarbeitsminister. Die Riester-Rente ist in Verruf geraten, doch ihr Erfinder Walter Riester verteidigt sie vehement - auch wenn CSU-Chef Seehofer und viele andere diese Art der privaten Vorsorge für gescheitert halten.

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Vier Jahre hat Riester Talk-Shows gemieden, jetzt ist der ehemalige Arbeitsminister am 9. Juni zu Gast bei "Ihre Meinung", dem neuen Zuschauer-Talk mit Bettina Böttinger (WDR Fernsehen, 20.15 - 21.45 Uhr), und stellt sich der Diskussion mit 100 Zuschauerinnen und Zuschauern aus NRW. Thema der Sendung "Harte Arbeit, wenig Rente - Droht uns die Altersarmut?"

"Herr Riester soll mir doch mal erzählen, wovon ich in die Riesterrente einzahlen soll - ein Witz!" schreibt eine Alleinerziehende mit zwei Kindern, die Vollzeit arbeitet und trotzdem kaum über die Runden kommt, vorab an die WDR-Redaktion. Auch ein Angestellter bei einer Zeitarbeitsfirma hat nicht genug Geld, um privat vorsorgen: "Mein monatlicher Nettolohn beträgt 1050 EUR, ich habe ca. 150 EUR Fahrtkosten. Damit kann ich leider auch keine Familie gründen", schreibt der Mann per Mail. Und ein junger Bauarbeiter kritisiert: "Es kann doch nicht sein, dass ich jeden Tag hart arbeite und dann auch noch Jahrzehnte privat vorsorgen soll, um später einigermaßen klar zu kommen als Rentner."

Neben Walter Riester sind zu Gast in der Sendung: Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union. Er fordert, dass die Menschen noch länger arbeiten sollen als bisher und will die Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung koppeln. Als Expertin rund um die Themen Rente, Zeitarbeit und Minijobs steht Prof. Ute Klammer, Leiterin des Instituts für Arbeit und Qualifikation an der der Uni Duisburg-Essen, im WDR-Fernsehstudio.

WDR Fernsehen, 9. Juni 2016, 20.15 bis 21.45 Uhr

Bild: © Scott Griessel / fotolia.com

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