Allianz: starkes 1. Quartal

Veröffentlichung: 13.05.2016, 13:05 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die Allianz Gruppe hat in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld sehr gute Zahlen für das erste Quartal 2016 vorgelegt. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg um 20,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Ursächlich waren dafür unter anderem nicht-operative realisierte Gewinne. Im Segment Schaden- und Unfallversicherung zeigte das operative Ergebnis eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich aufgrund geringerer Schäden aus Naturkatastrophen. Das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft verzeichnete einen Rückgang des Gesamtumsatzes, bedingt durch Veränderungen der Produktstrategie. Im Segment Asset Management gingen die Nettomittelabflüsse Dritter im Vergleich zum letzten Jahr weiter zurück.

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„Wir sind sehr gut in das Jahr gestartet und auf gutem Wege, unser Ziel für das operative Ergebnis des Gesamtjahres in Höhe von 10,5 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro zu erreichen.“

so Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE. Der gesamte Umsatz fiel im ersten Quartal um 6,4 Prozent auf 35,4 (37,8) Milliarden Euro, hauptsächlich bedingt durch die gezielte Verlagerung hin zu kapitaleffizienten Produkten sowie durch geringere Einnahmen aus fondsgebundenen Verträgen im Segment Lebens- und Krankenversicherung in Italien und Taiwan.

Das operative Ergebnis sank um 3,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Im Segment Lebens- und Krankenversicherung ist das operative Ergebnis im Plan trotz einer partiellen Verlustrealisierung (Loss Recognition) von 82 Millionen Euro in Korea und einem, im Vergleich zum außergewöhnlich guten ersten Quartal 2015, gesunkenen Beitrag aus Deutschland. Im Asset Management war der Rückgang des operativen Ergebnisses hauptsächlich auf das niedrigere durchschnittliche für Dritte verwaltete Vermögen zurückzuführen. Diese Entwicklungen wurden durch einen Anstieg des operativen Ergebnisses in der Schaden- und Unfallversicherung teilweise ausgeglichen.

Das nicht-operative Ergebnis verbesserte sich um 339 Millionen Euro auf 278 Millionen Euro. Ursächlich waren höhere realisierte Gewinne, hauptsächlich aus Aktieninvestments, sowie ein positiver Effekt aus Absicherungsgeschäften. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss betrug 2,2 Milliarden Euro, eine Steigerung um 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 20,3 Prozent auf 4,82 Euro. Die annualisierte Eigenkapitalrendite lag bei 15,7 Prozent (Gesamtjahr 2015: 12,5 Prozent). Annualisierte Zahlen stellen keine Prognose für das Gesamtjahr dar.

Die Kapitalisierung gemäß Solvency II sank auf 186 Prozent zum Ende des ersten Quartals im Vergleich zu 200 Prozent zum Jahresende 2015. Ursache waren die Kapitalmarktentwicklungen, die teilweise durch Maßnahmen im Risikomanagement wieder ausgeglichen wurden. Zum Rückgang führte zudem eine zum 1. Januar 2016 wirksam gewordene aufsichtsrechtliche Änderung der Besteuerung von deutschen Lebensversicherungsgesellschaften.

Bild: © experten-netzwerk GmbH

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