Fokus des Terrors verschiebt sich

Veröffentlichung: 18.04.2016, 11:04 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

2015 war für Europa das Jahr mit den meisten Todesopfern durch Terrorismus seit fast einem Jahrzehnt. Diese traurige Bilanz zieht der Versicherungsmakler Aon Risk Solutions, der jetzt seine aktuelle Weltkarte der Terrorgefahren veröffentlicht hat.

(PDF)
soldat-mit-waffe-70389896-FO-romanruzickasoldat-mit-waffe-70389896-FO-romanruzicka

"Privatpersonen und öffentliche Versammlungen im Westen sind zunehmend in den Fokus des Terrors geraten", sagt Ina Straub, Terror-Expertin von Aon in Deutschland. Viele der auf Aons Weltkarte der Terrorgefahren dokumentierten Ereignisse hängen mit der weltweiten Bedrohung durch den so genannten "Islamischen Staat" (IS) zusammen. "Der IS hat im vorigen Jahr und Anfang 2016 Anschläge verübt, die zu zahlreichen Opfern geführt haben. Besonders betroffen waren die Vereinigten Staaten, Frankreich, die Türkei und Belgien", sagt Straub. Als Gesamtergebnis verzeichnet die Aon-Expertin einen weltweiten Anstieg der Terror-Risiken: In 18 Ländern stiegen die Risiken, in 13 Ländern gingen sie zurück.

Auf seiner Weltkarte der Terrorgefahren weist Aon jedem Land eine Bewertung auf einer Fünf-Punkte-Skala zu. Die Bewertungen sind gewichtet. Dabei werden verschiedene Variablen für politische Risiken und Sicherheit berücksichtigt: Terrorismus und Sabotage, Streiks, innere Unruhen und böswillige Beschädigung sowie Aufstand, Revolution, Rebellion, Meuterei, Staatsstreich, Krieg und Bürgerkrieg. Aus allen Variablen ergibt sich dann die Gesamtbewertung eines Landes.

In folgenden 18 Ländern sind die Risiken gestiegen:

Angola, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Burundi, Ghana, Guyana, Moldawien, Mongolei, Marokko, Nepal, Katar, Südafrika, Schweden, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Sambia und Simbabwe.

Die Regionen mit den meisten Terroranschlägen im Jahr 2015 waren:

  • Naher Osten (1114 Anschläge)
  • Südasien (799 Anschläge)
  • Nordafrika (491 Anschläge)
  • Subsahara-Afrika (331 Anschläge)
  • Eurasien (298 Anschläge)
  • Lateinamerika (212 Anschläge)
  • Asiatisch-pazifischer Raum (188 Anschläge) -
  • Der Westen (35 Anschläge)

Die Länder mit den meisten Terroranschlägen im Jahr 2015 waren:

  • Irak (845)
  • Afghanistan (312)
  • Pakistan (290)
  • Ägypten (257)
  • Türkei (214)
  • Kolumbien (189)
  • Indien (170)
  • Nigeria (132)
  • Thailand (131)
  • Palästinensische
  • Autonomiegebiete (102)

Bild: (1) © romanruzicka / fotolia.com (2) © AON Risk Solutions

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Simon Hunt, Chief Executive Officer von HDI Global UK & IrelandSimon Hunt, Chief Executive Officer von HDI Global UK & IrelandHDI Global UK & Ireland
International

HDI Global erhält grünes Licht für neues Lloyd’s-Syndikat

HDI Global UK & Ireland hat von Lloyd’s die grundsätzliche Genehmigung zur Gründung eines eigenen Syndikats erhalten. Bis zum tatsächlichen Zeichnungsstart sind zwar noch regulatorische und operative Schritte nötig. Strategisch erweitert HDI damit aber bereits seinen Zugang zum Londoner Versicherungsmarkt und zu internationalen Vertriebskanälen.
Die EZB erwägt, die Mindestreserve der Banken von einem auf zwei Prozent zu erhöhen. Die Deutsche Kreditwirtschaft warnt vor einer zusätzlichen Milliardenbelastung für europäische Institute und möglichen Folgen für die Kreditkosten.Die EZB erwägt, die Mindestreserve der Banken von einem auf zwei Prozent zu erhöhen. Die Deutsche Kreditwirtschaft warnt vor einer zusätzlichen Milliardenbelastung für europäische Institute und möglichen Folgen für die Kreditkosten.Redaktion experten.de / KI-generiert
International

EZB erwägt höhere Mindestreserve: Banken warnen vor höheren Kreditkosten

Die EZB diskutiert eine Verdopplung der Mindestreserve für Banken von einem auf zwei Prozent. Für das Eurosystem könnte das den Zinsaufwand um Milliarden senken. Die Deutsche Kreditwirtschaft hält dagegen: Die Maßnahme belaste europäische Banken, schwäche ihre Wettbewerbsposition – und könnte am Ende auch Kredite verteuern.
Höhere Energiepreise treiben die Inflation im Euroraum, während die Konjunktur schwach bleibt. Vor der nächsten Zinsentscheidung steht die EZB damit vor einem schwierigen Zielkonflikt: Kann sie mit höheren Zinsen Zweitrundeneffekte verhindern, ohne die Wirtschaft unnötig zu belasten?Höhere Energiepreise treiben die Inflation im Euroraum, während die Konjunktur schwach bleibt. Vor der nächsten Zinsentscheidung steht die EZB damit vor einem schwierigen Zielkonflikt: Kann sie mit höheren Zinsen Zweitrundeneffekte verhindern, ohne die Wirtschaft unnötig zu belasten?Redaktion experten.de / KI-generiert
International

Zinsen gegen Ölpreise: Greift die EZB zum falschen Instrument?

Am 10. September dürfte die Europäische Zentralbank den Einlagensatz erneut anheben. Der Markt rechnet fest mit dem Schritt – obwohl der jüngste Inflationsschub vor allem von den Energiepreisen kommt und die Konjunktur schwach bleibt. Jörg Held von ETHENEA hält eine weitere Straffung deshalb für falsch. Doch ganz so einfach ist der Fall nicht: Entscheidend ist, ob aus teurer Energie eine breitere Inflation entsteht.
BVK-Präsident Michael H. Heinz begrüßt zentrale Änderungen an der geplanten PEPP-Reform, fordert beim Vertrieb aber einen Vorrang der persönlichen Beratung vor dem digitalen Abschluss.BVK-Präsident Michael H. Heinz begrüßt zentrale Änderungen an der geplanten PEPP-Reform, fordert beim Vertrieb aber einen Vorrang der persönlichen Beratung vor dem digitalen Abschluss.BVK
International

PEPP-Reform: BVK fordert Vorrang für persönliche Beratung

Der geplante Neustart des europäischen Altersvorsorgeprodukts PEPP findet auch beim BVK grundsätzlich Zustimmung. Der Verband begrüßt den Abschied vom Ein-Prozent-Kostendeckel und von der Vorgabe ausschließlich unabhängiger und provisionsfreier Beratung. Beim geplanten „Digital First“-Ansatz geht ihm der Berichtsentwurf des EU-Parlaments jedoch nicht weit genug.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

Beihilfe im Wandel
Ausgabe 10/26

Beihilfe im Wandel

Dr. Günther Blaich, Dr. Gerd Sautter und Fabian Ober - INTER
"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"
Ausgabe 07/26

"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"

Klaus Liebig und Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Gruppe
"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht