IT-Outsourcing: Grundlagen schaffen für die digitale Zukunft

Veröffentlichung: 04.11.2015, 06:11 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

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cms.mmqom.x Gastbeitrag von Hartmut Pufahl, Geschäftsführer VKBit Betrieb GmbH

Der Konzern VKB hat im Zuge einer strategischen Neuausrichtung des IT-Betriebs die teilweise Auslagerung seiner IT-Infrastruktur neu organisiert. Dabei hat sich das Unternehmen für ein neues Sourcing-Modell entschieden.

Der Konzern VKB ist bundesweit der größte öffentliche Versicherungskonzern und zählt zu den Top Ten der Erstversicherer in Deutschland. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Mit rund 6.800 Beschäftigten erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2014 Beitragseinnahmen von insgesamt 7,27 Mrd. Euro.

Umfassende Anforderungen

Die strategische Neuausrichtung des IT-Betriebs hat der Konzern VKB in die Wege geleitet, um seine IT-Infrastruktur zu modernisieren und damit auf zukünftige Herausforderungen vorzubereitet zu sein. Vor der Partnerwahl wurde der Markt möglicher IT-Outsourcing-Partner eingehend analysiert und bewertet. Die Entscheidung fiel zugunsten von Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS) aus. Denn neben der zentralen Prämisse, dass ein potenzieller IT-Outsourcing-Partner umfassende Erfahrungen in der Finanzwirtschaft mitbringt und dementsprechendes Know-how in Bezug auf die Einhaltung regulatorischer Auflagen besitzt, hatte der Konzern drei elementare Voraussetzungen formuliert.

  1. Die Einführung neuer Versicherungsprodukte und -angebote muss auch IT-seitig unterstützt werden. Hier benötigt der VKB-Konzern eine IT-Infrastruktur, die die Entwicklungs- und Testanforderungen für kurze Produktzyklen erfüllt.
  2. Der Umgang mit personenbezogenen Daten unterliegt spezifischen gesetzlichen Regeln in Bezug auf den Datenschutz. Diese Vorgaben müssen umfassend erfüllt werden.
  3. Die aktuellen aufsichtsrechtlichen Regeln, wie etwa Solvency II, müssen in den Prozessen des Unternehmens vollständig abgebildet werden.

Ein weiteres entscheidendes Argument für die Partnerwahl lag in der nachhaltig ausgerichteten Strategie von FI-TS für die IT-seitige Unterstützung von Versicherungen. Denn als erfahrener IT-Provider für Banken und Finanzdienstleister nutzt das Unternehmen Synergien, die sich insbesondere aus der Schnittmenge bei Banken und Versicherungen hinsichtlich regulatorischer Themen ergeben.

Umzug der komplexen Systeme

Der Konzern hat das komplette Housing der IT-Infrastruktur sowie den Betrieb des Mainframes bis hin zur Betriebssystemebene an  FI-TS übertragen. Darüber hinaus wurden auch Teile des Netzwerks und die Anbindung an das crednet - dem sicheren Kommunikationsverbund der Finanz- und Versicherungsindustrie - an den IT-Provider übergeben. Die Anwendungslandschaft wird weiterhin durch die konzerneigene IT betrieben.

Am Anfang der Partnerschaft stand der Umzug der IT-Infrastruktur vom Konzern-Rechenzentrum in München in die FI-TS Rechenzentren nach Nürnberg. In der ersten Projektphase wurden die technischen Plattformen und die damit verbundenen Anwendungen eingehend analysiert. Auf Basis der Ergebnisse wurde die weitere Migration genau geplant und mit umfangreichen Tests abgesichert. Dank dieser detaillierten Vorarbeiten gelang die Überführung der Daten von München nach Nürnberg an nur einem Wochenende. Im Anschluss an den gelungenen Umzug hat der IT-Provider seine umfassende IT-Expertise zum Einsatz gebracht und die Mainframe-Landschaft des VKB-Konzerns an seine Standards angepasst. Darüber hinaus wurden Prozesse automatisiert und Wartungsstände angeglichen. Somit ist gewährleistet, dass der Versicherungskonzern stets auf aktuellste Software-Releases zugreifen kann. Zum Gelingen des Projekts trugen sowohl die gründliche Planung bei, als auch die enge und offene Abstimmung zwischen beiden Partnern. Rund 300 Mitarbeiter beider Unternehmen sowie der ehemalige IT-Dienstleister des VKB Konzerns, die Gesellschaft für angewandte Versicherungsinformatik (GaVI), haben dieses Großprojekt erfolgreich gestaltet.

Von IT-Outsourcing profitieren

Im Zuge der Teilauslagerung der IT stehen dem Konzern VKB jetzt moderne und zukunftsfähige IT-Strukturen zur Verfügung. Erforderliche Änderungen werden innerhalb kürzester Zeit durch den IT-Dienstleister umgesetzt. Um neue Produkte in den Markt bringen zu können, werden die technischen Vorgaben für neue Software-Releases schnell und flexibel umgesetzt. Auch bei kurzfristig auftretenden Lastspitzen werden umgehend zusätzliche IT-Kapazitäten zur Verfügung gestellt.

Bild: (1) © envfx / fotolia.com (2) © VKB Konzern

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