Laut China Radio International plant China, für die Region Tibet eine Katastrophenversicherung einzuführen. Wang Jianhong, stellvertretender Direktor des tibetischen Amts der chinesischen Kommission für Versicherungsaufsicht, sagte, man arbeite aber noch an Prämieenberechnung und Marktstrategie.
Die Tibeter seien grundsätzlich mit dem Versicherungswesen vertraut, wie zum Beispiel Unfall- oder Landwirtschaftsversicherungen. Letztere decke zumTeil bereits Erdbebenschäden ab, müsse aber in Richtung Katastrophenversicherung erweitert werden. Wichtig sei es dafür, die privaten Versicherungsunternehmen ins Boot zu holen. Die Versicherungen sollten aber auch in das Sozialabsicherungssystem von Tibet integriert werden.
Anders als in der übrigen Welt gebe es regionale Besonderheiten, die in einer solchen Versicherung berücksichtigt werden müssen. Nicht nur der direkte Verlust müsse gezahlt werden, sondern auch die sich daraus ergebenden Folgeschäden. Es müsse ein "mehrstufiger Risikoteilungsmechanismus" herangezogen werden. Denn nach dem letzten katastrophalen Erdbeben hätte die Versicherer lediglich 0,2 Prozent der direkten Schadensumme gezahlt - weltweit üblich sind 30 bis 40 Prozent - daher sei die Belastung für die Regierung und die öffentliche Hand hoch gewesen.
Bild: © styleuneed / fotolia.com
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