Hundehalter-Haftpflicht: Mehrheit für risikobasierte Beitragseinstufung
Hundehalterinnen und Hundehalter in Deutschland zeigen eine klare Haltung zur Beitragsgestaltung in der Tierhalterhaftpflicht: 52 Prozent befürworten eine Beitragsstaffelung nach Hunderassen.
Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage unter über 2.000 Hundehalterinnen und Hundehaltern, die die DEVK beim Marktforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat. Nur 34 Prozent lehnen ein solches Modell ab.
„Wir halten eine Beitragsverteilung nach Hunderassen für gerecht. Denn so passen wir die Prämien an das Risiko des Tieres an“, sagt Alina Virnich, Haftpflichtexpertin bei der DEVK. Basis der neuen Risikostaffelung sind unabhängige Experteneinschätzungen, die Hunde in vier Risikoklassen einteilen. Laut DEVK ermögliche dieses Modell auch den Versicherungsschutz für Tiere, die bei anderen Anbietern schwer oder gar nicht versicherbar seien.
Auslandsschutz und Mietsachschäden eingeschlossen
Ein weiteres zentrales Thema der Studie: die Reiselust mit Hund. Über 40 Prozent der Befragten waren in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Vierbeiner im europäischen Ausland unterwegs. Hier greift der neue DEVK-Schutz ebenfalls: Die Versicherung gilt bis zu fünf Jahre innerhalb Europas und bis zu zwei Jahre weltweit. Auch Mietsachschäden, etwa in Hotels oder Ferienunterkünften, sind mitversichert.
Ausreißer mit Folgen
Besonders häufiges Szenario: Der Hund reißt sich los oder entläuft. Fast ein Drittel der Umfrageteilnehmer gibt an, dass ihr Tier schon einmal weggelaufen ist. Die DEVK übernimmt in solchen Fällen die Kosten für Suchaktionen oder notwendige behördliche Unterstützung. Bei Schäden durch den entlaufenen Hund – etwa einem verursachten Verkehrsunfall – greift die gesetzlich vorgeschriebene Tierhalterhaftpflicht. Die DEVK sichert hier mit einer Deckungssumme von bis zu 50 Millionen Euro ab.
Von der Welpenzeit bis zur Trauerbegleitung
Im Premium-Tarif sind Welpen bis zur 52. Lebenswoche beitragsfrei mitversichert. Und selbst im schwersten Moment – dem Verlust des Tieres – bietet die DEVK Unterstützung: Eine psychologische Beratung soll Halterinnen und Haltern helfen, mit der Trauer umzugehen.
„Viele unterschätzen, wie tief der Schmerz sitzt, wenn ein treuer Gefährte geht“, sagt Alina Virnich. „Wir sind für Frauchen und Herrchen ein ganzes Hundeleben lang da – und sogar darüber hinaus.“
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