Wenn das Haustier krank wird …
Eine gebrochene Pfote, eine stark blutende Wunde, ein entzündeter Zahn – Verletzungen und Krankheiten bei Haustieren passieren genauso schnell wie bei Menschen und verursachen Kosten. Diese können sich leicht summieren, denn es gibt mittlerweile fast die gleichen Diagnose- und Therapietechnik in der Tiermedizin wie in der Humanmedizin.
Dazu kommen aber auch Impfungen, Routine-Untersuchungen, Zahnprophylaxe etc. – Kosten, die zusätzlich zu denen für Verletzungen und Krankheiten anfallen. Die Deutschen Tierbesitzer geben insgesamt ungefähr neun Milliarden Euro für ihre Tiere aus und von diesen landen allein zwei Milliarden im Gesundheitssektor. Und Tiere sind meist Privatpatienten, denn nur rund fünf Prozent der deutschen Tierhalter haben laut ZDF eine Tierkrankenversicherung. Der Markt hat also noch großes Wachstumspotenzial.
Tierkrankenvollversicherung
Regelmäßige Untersuchungen bei Haustieren sind notwendig, damit späteren Krankheiten und Schäden vorgesorgt werden kann. Die Tierarztkosten summieren sich schnell. Vor allem auch, wenn eine langwierigere Behandlung notwendig ist. Eine Tierkrankenvollversicherung übernimmt dann diese Kosten. Diese gibt es vor allem für Hunde, Katzen und Pferde, aber mittlerweile auch für Kaninchen.
Der Jahresbeitrag ist dabei abhängig vom Alter des Tieres, der Rasse, Größe und dem Gewicht. Da die Kosten für den Versicherungsschutz bei älteren und bereits kranken Tieren meist höher ist, sollte eine solche abgeschlossen werden, wenn die Haustiere noch jung und gesund sind.
Die Tierkrankenvollversicherung gibt es meist nur mit Selbstbeteiligung. Diese variiert von Versicherung zu Versicherung stark: Die einen haben eine Eigenbeteiligung von 20 Euro pro Versicherungsfall, andere verlangen 20 Prozent. Beim prozentualen Selbstbehalt sind die Kosten schwieriger kalkulierbar und machen bei Behandlungskosten von 1.000 Euro immerhin 200 Euro aus.
OP-Kostenversicherung
Gerade Operationen bei Tieren können sehr teuer werden. Wenn sich jemand speziell gegen dieses Risiko absichern möchte, kann auch eine OP-Kostenversicherung gewählt werden. Diese hat einen niedrigeren Jahresbeitrag und ist vielleicht gerade dadurch interessanter für Kunden. Auch hier richtet sich der Jahresbeitrag nach Alter, Rasse, Gewicht und Größe.
Wichtig ist bei der OP-Kostenversicherung, dass ein voller OP-Schutz besteht. So muss auch schon die Diagnostik mitversichert sein. Neben dem chirurgischen Eingriff an sich ist es zudem wichtig, dass auch die Nachbehandlung abgedeckt ist – am besten ohne einer festgelegten Anzahl an Behandlungstagen nach der Operation.
Je nachdem, welche Absicherung gewünscht ist, – ob ein Rundum-Schutz oder die Absicherung vor hohen Operationskosten – gibt es mit einer Tierkrankenvollversicherung oder einer OP-Kostenversicherung die Möglichkeit, sich gegen das finanzielle Risiko vor hohen Tierarztkosten abzusichern.
Bild: © pressmaster / fotolia.com
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