Das insurHUB, das von EY Innovalue, SAP und V.E.R.S. Leipzig initiiert wurde, ist in die zweite Runde gestartet. Neben HDI, LVM und Provinzial NordWest beteiligen sich diesmal auch die Stuttgarter Versicherung und die Ecclesia Gruppe an dem Innovationskatalysator für die Versicherungswirtschaft.
Die Mitarbeiter arbeiten in heterogenen Teams über neun Monate in einem Co-Working-Space zusammen. Dabei werden sie von Experten der Partnerunternehmen unterstützt. Mit Design-Thinking-Methoden entstehen so neue Produktideen und Minimum Viable Products (MVP), die anschließend in den jeweiligen Unternehmen weiterentwickelt werden können.
Co-Opetition-Ansatzes
Die enge Zusammenarbeit von miteinander im Wettbewerb stehenden Marktteilnehmern ist Teil des verfolgten Co-Opetition-Ansatzes.
Christian Mylius, Partner & Managing Director bei EY Innovalue erklärt:
„Hier bedeutet das konkret, dass Erfahrungen geteilt und damit Fehler nur einmal bei einem der teilnehmenden Unternehmen gemacht werden. Außerdem erzielen wir durch geteilte Entwicklungskosten Skaleneffekte und können durch die gemeinsame Stärke schneller mehr Kunden erreichen, wenn eine Lösung an den Markt geht.“
Kulturwandel: Produktentwicklung & Methodentraining
Mithilfe von Design Thinking und verwandten Ansätzen, die in vielen Versicherungshäusern noch nicht etabliert sind, werden im insurHUB in Startup-Atmosphäre neue Lösungen entwickelt. Konkrete versicherungsnahe Produkte und das Erlernen agiler Methoden sind aber nicht der einzige Mehrwert des Innovationskatalysators. Von noch größerer Bedeutung ist der Kulturwandel, den die Mitarbeiter dann in ihren jeweiligen Häusern vorantreiben.
Katharina Hohenbrink, die für die Provinzial NordWest beim letzten insurHUB dabei war, sagt:
„Die im insurHUB erworbenen Methodenkenntnisse und die agile Herangehensweise sowie mein neues Wissen über verfügbare Tools kann ich bei unseren Projekten zur Entwicklung innovativer Produkte und Geschäftsmodelle hervorragend einbringen. Nach meinen Erfahrungen im insurHUB coache ich die Teams in unserem Hause dabei selbst.“
Die direkte Berichterstattung des insurHUBs an die Vorstände der teilnehmenden Unternehmen spiegelt die hierarchiearme Innovationskultur der agilen Produktentwicklung wider und unterstützt eine effektive Etablierung in den jeweiligen Häusern.
Erstes Produkt: Marktstart im Sommer
Das erste MVP des letztjährigen insurHUBs geht aktuell in die zweite Testphase. Es wird voraussichtlich im Sommer 2018 als erste marktfähige Version veröffentlicht. Nach einem erfolgreichen Proof of Concept eines Prototyps wurde die Idee zu einem MVP weiterentwickelt und seitdem mit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von HDI, LVM, Provinzial NordWest und SAP getestet. Derzeit wird an einer fortlaufenden Validierung und der Backend-Anbindung gearbeitet.
Bild: © Elnur / fotolia.com
Themen:
LESEN SIE AUCH
map-report ermittelt Bilanzstärke der Lebensversicherer
Diese BU-Versicherer sind besonders kundenorientiert
OMGV Agentur Award 2023: Nominierungen stehen fest
Näher am Kunden mit digitalen Mehrwert-Services
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Solvency II: Kapitalpolster der Lebensversicherer wächst sprunghaft
Allianz Trade: Nahostkonflikt treibt Insolvenzen weltweit nach oben
Hiscox: Ransomware und die Illusion der Wiederherstellbarkeit
Schadenmanagement: Kunden wollen Geld und Menschen – Versicherer setzen auf Tempo und KI
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.














