Junge Generation: Rentenfrust

Veröffentlichung: 06.03.2018, 06:03 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Rund 44 Prozent der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass sie von finanziellen Einschränkungen im Alter betroffen sein werden. Das ergab eine TNS Infratest-Umfrage im Auftrag der pma: Finanz- und Versicherungsmakler GmbH.

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Mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigen wollen sie sich die meisten aber erst später. Dabei ist frühzeitiges Handeln wichtig.

Dr. Bernward Maasjost, Geschäftsführer der pma: , weiß:

„Schon mit kleinen Beträgen pro Monat kann viel erreicht werden, wenn in jungen Jahren geschickt vorgesorgt wird. Natürlich ist für einen Teenager der berufliche Ruhestand noch Lichtjahre entfernt. Doch ohne verbesserte Informationen und ein zügiges Umdenken könnten die Ergebnisse unserer TNS Infratest-Umfrage für rund 50 Prozent der jungen Menschen bittere Realität werden“.

Mit monatlich 100 Euro vorsorgen

Um zu verdeutlichen, welche Auswirkungen es hat, wenn in jungen Jahren bereits frühzeitig gespart wird, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel:

Sebastian K. ist 20 Jahre alt. Er kann 100 Euro pro Monat in seine Altersvorsorge investieren. Rechnet man dies mit einem Zinssatz von 4 Prozent auf 40 Jahre hoch, dann ist Sebastian 60 Jahre alt, bekommt man folgendes Ergebnis:

  • Einzahlung über 40 Jahre 48.000,00 Euro
  • Zinsgutschriften 68.501,28 Euro
  • Auszahlungssumme 116.501,28 Euro

Ginge man davon aus, dass Sebastian 20 Jahre später beginnt, 100 Euro in seine Altersvorsorge für 20 Jahre zu investieren, dann erhält Sebastian folgendes Ergebnis:

  • Einzahlung über 20 Jahre 24.000,00 Euro
  • Zinsgutschriften 12.507,92 Euro
  • Auszahlungssumme 36.507,92 Euro

116.501,28 Euro für 40 Jahre sparen gegen 36.507,92 Euro; der frühzeitige Beginn ist für die Auszahlungssumme von großer Bedeutung. Ein guter Finanzberater findet auch heute noch solide, langfristige Produkte, die den Zinssatz von 4 Prozent darstellen.

Zu alt zum Sparen?

Bei den 30- bis 39-Jährigen gehen sogar über die Hälfte (53,3 Prozent) von einer erheblichen Rentenlücke aus. Interessanterweise glauben sie zu 61 Prozent (Mehrfachnennungen möglich), dass sie bereits zu alt für eine private Altersvorsorge sind. Und noch etwas verwunderte: Je älter die Befragten sind, desto häufiger wurde als Grund für eine unzureichende private Altersvorsorge Geldmangel angegeben.

Bild: © pathdoc / fotolia.com

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