„Ganze Flotten warten auf Absicherung“

Veröffentlichung: 17.03.2017, 07:03 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Elf Prozent der Deutschen fahren mit dem (Elektro-)Rad zur Arbeit, Tendenz steigend. Unternehmen stellen ihren Arbeitnehmern daher zunehmend Dienstfahrräder zur Verfügung, die umfassend abgesichert sein wollen. Gewerbliche Fahrrad-Vollkaskoversicherungen werden also zum attraktiven Geschäftsfeld. Alexander Schwarze, Maklerbetreuer und Fachwirt für Versicherungen und Finanzen bei der Ammerländer Versicherung, über dessen Potenzial.

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cms.hxieh.x Alexander Schwarze, Produktmanagement, Maklerbetreuer, Ammerländer Versicherung VVaG

Herr Schwarze, was macht das Pendeln mit dem Rad so attraktiv?

Arbeitnehmer schätzen die Vorteile, die sie daraus ziehen. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist zeitlich nicht an Bus und Bahn gebunden. Mit einem E-Bike oder Pedelec sind auch lange Strecken kein Problem.

Zusätzlich entfallen die mühsame Parkplatzsuche mit dem Auto und die Last-Minute-Fahrt zur Tankstelle. Ganz zu schweigen von den eingesparten Kosten. Außerdem mögen viele, dass sie sich an der frischen Luft bewegen und die Umwelt entlasten. Das lässt die Zahl der Fahrrad-Pendler bundesweit steigen.

Warum macht dieser Trend Unternehmen zu neuen Kunden für Makler?

Unternehmen haben den Trend erkannt und stellen zunehmend Diensträder. So erhöhen sie die Attraktivität gegenüber ihren Mitarbeitern. Arbeitsabläufe werden erleichtert, zum Beispiel wenn die Kollegen lange Wege auf dem Betriebs- oder Werksgelände zurücklegen müssen. Förderlich ist auch, dass seit 2012 das Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder gilt. Insgesamt greifen Unternehmen gern zu hochwertigen Modellen, um nachhaltig zu wirtschaften. Mitunter warten ganze Flotten auf Absicherung.

Da greift die gewerbliche Fahrrad-Vollkasko der AV?

So ist es. Einzelne Räder wie ganze Flotten können bei uns abgesichert werden. Das funktioniert ähnlich wie in der privaten Variante. Wir leisten etwa Ersatz bei Diebstahl und erstatten Reparaturkosten. Besonders berücksichtigen wir die Eigenheiten von Elektrofahrrädern. So gelten unsere Leistungen im Schadenfall oder Diebstahl auch für Akku und Motor.

Sie haben Ihren Service in diesem Bereich aktuell erweitert.

Wir arbeiten seit drei Jahren mit Unternehmen zusammen. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen haben wir das Produkt noch verbessert. Der Zugang ist jetzt einfacher, da wir die Voraussetzungen ausgeweitet haben. Zusätzlich bieten wir mit dem Servicebaustein „Mobilität“ einen verbesserten Schutz im Alltag. Bei Beschädigungen durch einen Unfall oder eine Panne erstatten wir entstandene Kosten bis zu einem Betrag von 150 Euro. Das können Ausgaben für ein Ersatzrad, den Transport zur Werkstatt, die Rückfahrt oder zusätzliche Übernachtungen auf einer Reise sein.

Also entwickelt sich hier ein langfristiges Geschäftsfeld?

Aus meiner Sicht ja. Ich beobachte, dass Unternehmen offener für diese Art der Mobilität werden, sodass die Nachfrage für passende Versicherungen wächst. Stellt ein Unternehmen Diensträder, sind das schließlich nicht unerhebliche Werte, die passend geschützt sein wollen.

Bilder: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com  (2) © Ammerländer Versicherung

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