Zurich-Chef Senn scheidet aus dem Leben
Martin Senn (59), ehemaliger Konzernchef der Zurich, hat sich das Leben genommen. Die Familie hat den Suizid inzwischen bestätigt.
Senn soll sich in seiner Wohnung in der Schweiz erschossen haben. Wie das Handelsblatt berichtet, hatte Senn den Konzern sechs Jahre lang geleitet, nachdem er als Investment-Chef die Finanzkrise souverän gemeistert hatte. Nachdem jedoch 2015 der Gewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen war und die Übernahme des britischen Versicherers RSA geplatzt war, wurde Senn Ende letzten Jahres vom Verwaltungsrat abrupt entmachtet.
Das Schweizer Magazin Blick http://www.blick.ch/news/wirtschaft/vr-praesident-saegte-martin-senn-ueber-nacht-ab-zerbrochen-am-machtverlust-id5090155.html schrieb: „Senn habe in den letzten Wochen depressiv gewirkt, sagt ein Bekannter. Der einstige Top-Manager habe den erlittenen Macht- und Prestigeverlust nicht verkraftet und sich zunehmend zurückgezogen. Einladungen zum Essen oder Golfen habe er ausgeschlagen.“
Senn ist damit der zweite Top-Manager in drei Jahren, dessen Selbsttötung einen Schatten auf das Unternehmen Zurich wirft. Im Sommer 2013 nahm sich der damalige Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier das Leben. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, der Joe Ackermann, damals Präsident des Verwaltungsrats, schwer belastete.
Die Berichte betonen, dass Senn als konservativer und bescheidener Manager die Geschicke der Zurich ruhig geleitet habe. Doch die Finanzmärkte hätten nach einer charismatischeren Persönlichkeit verlangt. Die Zurich Versicherung trauert jetzt um Martin Senn.
Bild: © Zurich
Themen:
LESEN SIE AUCH
Nürnberger Beteiligungs-AG mit neuem Vorstandsmitglied
Helvetia: Wechsel in der Konzernleitung
VHV Gruppe: Sebastian Stark wird Vorstand Risk & Solvency
Helvetia Venture Fund investiert in Immoledo
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Swiss Life Deutschland übernimmt TELIS-Gruppe
ARAG überschreitet Drei-Milliarden-Marke fünf Jahre früher als geplant
NÜRNBERGER wird Teil der Vienna Insurance Group
Altersvorsorgereform 2027: W&W setzt auf Beratung, Wettbewerb und Eigenheimrente
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.















