Arbeitskraft: der Kleinunternehmer als Kunde

2015 verzeichnet das Handwerk in Deutschland über eine Million Betriebe. 1,31 Millionen arbeiten als Selbstständige in freien Berufen. Diese Zahlen belegen die Bedeutung des Mittelstands für Wirtschaft, Wachstum und das soziale Gefüge. Umso wichtiger ist es, dass diese Stütze der heimischen Wirtschaft für sich selbst vorsorgt. Ob Friseur, Dachdecker, Arzt, Apotheker, Physiotherapeut oder Architekt, jede Branche hat ihre spezifischen Herausforderungen und unterscheidet sich in den Risiken.

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Das Ergebnis einer Studie von HEUTE UND MORGEN im Sommer 2015 zeigt, dass die größte Sorge eines Kleinunternehmers der eigene krankheits- oder unfallbedingte Ausfall für eine unbestimmte Zeit ist. Diese ungewollte Situation wird als ein sehr wahrscheinliches Risiko eingeschätzt und die Eintrittswahrscheinlichkeit auch keinesfalls unterschätzt. Die Tatsache um das Wissen der Situation führt jedoch nicht zwingend zur ausreichenden Vorsorge.

Geschäftsführer, Inhaber oder freiberuflich arbeitende Personen neigen dazu, sich zu überfordern und so lange im eigenen Betrieb weiterzuarbeiten wie irgendwie möglich. Gesundheitliche oder körperliche Beeinträchtigungen werden dafür notgedrungen in Kauf genommen. Die Folgen/Risiken eines krankheits- oder unfallbedingten Ausfalls einer Schlüsselfigur zeigen sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Kundenberatung, Akquisition und die Schieflage bei Aufträgen oder Projekten führen häufig zu wirtschaftlichen Einbußen in den Unternehmen.

Jan Roß, Leiter Vertriebsbereich Makler bei der INTER Versicherungsgruppe fasst zusammen:

„Jeder der ein eigenes Unternehmen aufgebaut hat und Verantwortung für sich und Mitarbeiter trägt, sollte die kurz- mittel- oder längerfristigen Konsequenzen seines Arbeitskraftverlustes detaillierter betrachten als ein Angestellter. Unsere Erfahrung zeigt, dass in der BU häufig Schutz vorhanden ist, dass Krankentagegeld aber deutlich zu niedrig bemessen wurde und insbesondere Schutz und das Fortbestehen des Unternehmens an sich mitsamt seinen Mitarbeitern kaum betrachtet wurde. Das gehört aber zu einer guten Arbeitskraftberatung dazu.“

Fixkosten im Unternehmen laufen weiter. Miete, Löhne, Gehälter, ein Investitionskredit, Materialbeschaffung, Strom, Telefon, sonstige Nebenkosten – eine monatliche Summe von 20.000 Euro kommt schnell zusammen. Die Gewerbe-Spezialisten der INTER Versicherungsgruppe empfehlen deshalb, diese Fragen in die Kundenberatung einfließen zu lassen.

Deckungskonzept mit zwei Lösungen

  • Einkommensschutz durch Krankentagegeld
  • Krankheit des Betriebsinhabers
  • Unfall des Betriebsinhabers

Sicherung laufender Kosten durch Betriebsausfallversicherung (BAV)

  • Krankheit des Betriebsinhabers
  • Unfall des Betriebsinhabers und
  • bei Quarantäne

Kurzfristiger Ausfall bis zu sechs Wochen

Sowohl für Ärzte, Selbstständige als auch Freiberufler ist die Absicherung über ein Krankentagegeld für einen Ausfall von ca. sechs Wochen eine ideale, aber teure Vorgehensweise, um im ersten Schritt das eigene Einkommen abzusichern. Dies ist sowohl für freiwillig Versicherte als auch für privat Versicherte möglich. Für den Fall, dass der Kunde freiwillig GKV-versichert ist, kann dies bei der gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen oder alternativ privat vorgesorgt werden.

Mittelfristiger Ausfall bis zu drei Monate

Auch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten kann das Krankentagegeld für Ärzte, Freiberufler und Handwerker eine Lösung sein. Für Apotheker und Freiberufler wurde von der INTER eine Betriebsausfallversicherung, für Ärzte eine Praxisausfallversicherung konzipiert. Diese Berufsgruppen sind häufig alleine für Umsatz und Ertrag verantwortlich. Die Tarife der INTER Betriebsausfallversicherung bieten eine Leistungsdauer je nach Tarif von bis zu 12 beziehungsweise 18 Monaten.

Langfristiger Ausfall mit dauerhafter Einschränkung

Für diesen Fall sollten aus folgenden Überlegungen die notwendigen Schlüsse gezogen werden:

  • Müsste das Unternehmen aufgegeben werden?
  • Ist der Betrieb in anderer Konstellation zu führen?
  • Wäre eine Beschäftigung stundenweise möglich?

An erster Stelle sollte für Kleinstunternehmer immer der BU-Schutz stehen. Fakt ist aber auch, dass dieser teuer sein kann und ihn Vorerkrankungen mitunter unmöglich machen. Jan Roß führt weiter aus:

„Wenn Unternehmer nicht aufgeben und den Betrieb umorganisieren wollen, indem sie eine andere Funktion übernehmen, kann ein EU-Schutz die bessere Variante sein. Die EU der INTER greift im Übrigen auch bei psychischen Erkrankungen.“

Getreu dem Motto „Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“, sind Unternehmenslenker sowohl im Handwerk als auch in freiberuflichen Betätigungsfeldern nicht so gut aufgestellt, wie es sein sollte. Deren Beratung ist deshalb anspruchsvoll und bietet ein großes Potenzial für längerfristige Kundenbeziehungen, da die Übergänge von betrieblichen zu privaten Anforderungen an das Vorsorgekonzept fließend sind.

Bild: © sculpies / fotolia.com

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