Interesse von Arbeitnehmern an bAV nimmt ab
War das Interesse zum Abschluss einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) unter den Arbeitnehmern in den zurückliegenden zwei Jahren noch positiv bzw. ansteigend, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet. Das Interesse an einer bAV ist unter den Arbeitnehmern ohne entsprechende Police mit 44 Prozent weiterhin hoch (2013: 49 Prozent), doch plant gegenwärtig nur jeder Neunte (11 Prozent) von ihnen in den nächsten zwölf Monaten den Abschluss einer solchen Vorsorge.
Diese Tendenz entspricht einem Rückgang von sechs Prozentpunkten gegenüber 2013 (17 Prozent). Der allgemeine Rückgang Altersvorsorge zu betreiben macht sich auch bei der rückläufigen Entwicklung beim Thema bAV bemerkbar. Nur ein Drittel (33 Prozent) von ihnen plant innerhalb der nächsten zwölf Monate etwas für die Altersvorsorge zu tun. In 2013 lag der Anteil noch bei 42 Prozent.
Mehrheit der bAV-Interessierten würde einen Eigenbeitrag leisten
Unter Arbeitnehmern, die gegenwärtig über keine bAV verfügen, sich jedoch dafür interessieren, wären 60 Prozent bereit, Eigenleistungen für eine betriebliche Altersversorgung aufzubringen. 62 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen würden einen monatlichen Beitrag einbringen wollen. Die befragten Personen ohne bAV-Vertag geben an, dass neben dem Zuschuss des Arbeitgebers (61 Prozent) eine staatliche Förderung (60 Prozent) diese Entscheidung positiv beeinflussen würde. Ein unterschriftbereites, vorausgefülltes Angebot ist hingegen nur für ein Viertel (25 Prozent) ein attraktiver Anreiz.
„Nach wie vor fehlt es an Konzepten, bAV-Versorgungen auch über kleinere Unternehmen in die Fläche zu tragen“, sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov. „Dies könnte durchaus ein Thema für digitale Innovationen sein, um damit die Beratungs- und Betreuungseffizienz zu steigern und mehr Menschen in die betriebliche Altersvorsorge zu bringen“, so Gaedeke weiter.
Bild: © Nomad_Soul / fotolia.com
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