Ausländische Münzen - wohin damit?

Veröffentlichung: 22.12.2015, 06:12 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Wer kennt das nicht: Aus dem letzten Urlaub bleiben Münzen übrig. Bei Euro-Ländern ist das kein Problem, aber was tun mit den anderen Währungen? Meist hat man ein Sammeltöpfchen zu Hause und verbucht den Betrag unter Urlaubserinnerungen.

(PDF)
GeldTasse-77961941-FO-aleksiczeGeldTasse-77961941-FO-aleksicze

Für ReiseBank-Vertriebsdirektor Thomas Schmidt steht beim Thema Münzen vor allem eines im Fokus: der Servicegedanke. "Unsere Geschäftsstellen gehören zu den wenigen Anlaufstellen in der Republik, wo man ausländisches Kleingeld noch loswerden kann", betont er. Bei normalen Geschäftsbanken ist die Ablieferung von Münzen (und auch deren Erhalt) schon lange kein Thema mehr.

Dass es indes viele Kunden gibt, die nach einer Möglichkeit suchen, den kleinen Münzschatz der letzten Reise(n) loszuwerden, zeigt ein Blick auf die Hilferufe im Internet. Natürlich ist auch die ReiseBank nicht die Anlaufstelle für mehrere Kilo alter Münzen. Was aber geht, ist das Kleingeld der Staaten, in die die Deutschen auch hauptsächlich außerhalb der Eurozone reisen. So werden Münzen von insgesamt neun Ländern angekauft: Schweizer Franken (CHF), tschechische Kronen (CZK), polnische Zloty (PLZ), die Kronenwährungen der skandinavischen Länder (DKK, SEK, NOK), US-Dollar (USD), britische Pfund (GBP) und kanadische Dollar (CAD).

"Vieles davon bieten wir natürlich anderen Kunden auch wieder an", sagt Schmidt. Auch das unterstreiche den Servicegedanken, wenn der Kunde beim Sortentausch einige Münzen mitbekomme und am Zielort gleich etwas parat habe, um Automaten oder Gepäckwagen damit bestücken zu können. Viele Mitarbeiter würden hier mit bereits abgepackten Münztäschchen arbeiten, so der Bargeld-Experte. Sie packen zum Beispiel einen oder auch fünf Dollar in Kleingeld in die Täschchen und haben diese dann parat, wenn der Kunde es möchte.

Umgekehrt kämen viele Kunden eigens in die ReiseBank, weil sie erfahren haben, dass man ihnen hier noch den Rest Urlaubsmünzen abnimmt, weiß Thomas Schmidt. Dafür muss man im Gegensatz zum Papiergeld zwar einen deutlichen Abschlag zahlen, aber angesichts der Alternative, es ansonsten nur als Andenken in das Fotoalbum kleben zu können, nehmen die Kunden den Abschlag in Kauf.

Das Handling von ausländischen Münzen bedeutet schließlich erheblichen Aufwand. Nimmt der Münzbestand in einer Geschäftsstelle überhand, muss ein Werttransportunternehmen kommen und die Bargeldsäcke mit dem metallenen Gut en gros abholen, damit diese an einen Spezialabnehmer weiterveräußert werden können.

Bild: © aleksicze / fotolia.com

Themen:
(PDF)

LESEN SIE AUCH

Die einjährige Haltefrist für Bitcoin und Ether könnte für Neuanschaffungen ab 2027 fallen. Der BMF-Entwurf sieht einen Wechsel ins Kapitalvermögen vor – mit Bestandsschutz für ältere Coins und neuen Pflichten für Kryptobörsen. Doch noch ist die Reform kein Gesetz.Die einjährige Haltefrist für Bitcoin und Ether könnte für Neuanschaffungen ab 2027 fallen. Der BMF-Entwurf sieht einen Wechsel ins Kapitalvermögen vor – mit Bestandsschutz für ältere Coins und neuen Pflichten für Kryptobörsen. Doch noch ist die Reform kein Gesetz.Experten/KI
Finanzen

Bitcoin-Steuer vor dem Systemwechsel: Warum der 31. Dezember 2026 entscheidend werden könnte

Das BMF plant einen Systemwechsel bei der Bitcoin-Steuer. Für Neuanschaffungen ab 2027 soll die einjährige Haltefrist fallen. Was Anleger jetzt wissen müssen.
Die deutsche Sparleistung bleibt beachtlich. Doch Sparleistung allein entscheidet immer weniger darüber, wie schnell Vermögen wächst.Die deutsche Sparleistung bleibt beachtlich. Doch Sparleistung allein entscheidet immer weniger darüber, wie schnell Vermögen wächst.Redaktion experten.de / KI generiert
Finanzen

Die Deutschen sparen – doch Vermögen entsteht zunehmend an den Kapitalmärkten

Die Deutschen sparen Milliarden – doch international entsteht neues Vermögen zunehmend durch steigende Kapitalmarktwerte. Der Global Wealth Report 2026 zeigt, warum die Art der Geldanlage für Vermögensaufbau und Altersvorsorge immer wichtiger wird.
Knapp 400 Millionen Euro weniger für den Unterhaltsvorschuss: Die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt 2027 gehen in die Beratungen des Haushaltsausschusses. Der ISUV fordert Änderungen am Gesamtsystem.Knapp 400 Millionen Euro weniger für den Unterhaltsvorschuss: Die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt 2027 gehen in die Beratungen des Haushaltsausschusses. Der ISUV fordert Änderungen am Gesamtsystem.Experten/KI
Verbraucher

Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss gehen in den Haushaltsausschuss

Im Bundeshaushalt 2027 sollen die Mittel für den Unterhaltsvorschuss von 1,31 Milliarden auf 914 Millionen Euro sinken. Der ISUV kritisiert die Pläne.
Besonders sichtbar wurde die Auseinandersetzung an der Transamerica Pyramid in San Francisco.Besonders sichtbar wurde die Auseinandersetzung an der Transamerica Pyramid in San Francisco.Experten/KI
Finanzen

Deutsche Finance verklagt BVK: Streit um Verantwortung für US-Immobilienverluste eskaliert

Der Streit um verlustreiche US-Immobilieninvestments der Bayerischen Versorgungskammer eskaliert. Deutsche Finance zieht in Delaware vor Gericht – und erhebt schwere Vorwürfe gegen die BVK. Im Zentrum steht die Frage, wer bei den milliardenschweren Investments tatsächlich die Entscheidungen traf und damit Verantwortung für die Verluste trägt.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

Beihilfe im Wandel
Ausgabe 10/26

Beihilfe im Wandel

Dr. Günther Blaich, Dr. Gerd Sautter und Fabian Ober - INTER
"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"
Ausgabe 07/26

"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"

Klaus Liebig und Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Gruppe
"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht