PKV-Zahlen 2014: besser als erwartet

Veröffentlichung: 19.11.2015, 07:11 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Der PKV-Verband vermeldet zufriedenstellende Zahlen. Die Alterungsrückstellungen der Branche stiegen 2014 um 6,3 Prozent auf 206,2 Milliarden Euro und überschritten damit erstmalig die Rekordmarke von 200 Milliarden Euro. Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbandes bestätigte gleichzeitig, dass sich die Alterungsrückstellungen in den zurückliegenden 10 Jahren verdoppelt haben.

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Konkret stiegen die Alterungsrückstellungen 2014 um 12,2 Milliarden Euro. Die Alterungsrückstellungen in der Privaten Krankenversicherung betrugen 177,7 Milliarden Euro sowie 28,5 Milliarden Euro in der Privaten Pflegeversicherung. Mit diesen Werten realisierte die Branche eine Nettoverzinsung von 3,91 Prozent – trotz der erschwerenden Niedrigzinsphase.

Mehr Versicherte

Die Gesamtzahl an Versicherungen in der Privaten Krankenversicherung entwickelte sich 2014 ebenfalls positiv: Insgesamt sind 33,18 Millionen Personen voll- und zusatzversichert. Die Zusatzversicherungen verzeichneten dabei einen Zuwachs um 1,9 Prozent auf 24,34 Millionen. Der Trend, den Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherungen aufzustocken, setzt sich demnach fort. In der Krankheitsvollversicherung trug ein anhaltender Sondereffekt zu einem erneut leicht rückläufigen Neugeschäft bei: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erreichte aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt 2014 einen neuen Rekordstand. Dadurch stieg zwangsläufig auch die Zahl der Wechsel von Versicherten in die Gesetzliche Krankenversicherung. Im Ergebnis ist der Bestand in der Krankheitsvollversicherung 2014 leicht gesunken auf 8,83 Millionen Personen. Das sind 0,6 Prozent oder 55.700 weniger Versicherte als Ende 2013, womit der Rückgang sich gegenüber dem Vorjahr abschwächte (2013: minus 0,7 Prozent).

Zuwächse auch in der Privaten Pflegeversicherung

Die Zahl der staatlich geförderten Pflegezusatzversicherungen stieg 2014 um 55,3 Prozent auf 558.600 Verträge. Die Zahl ungeförderter Pflegezusatzpolicen nahm um 4,6 Prozent auf 2,48 Millionen zu, sodass es nun insgesamt über drei Millionen Versicherungen gibt.

Beitragseinnahmen steigen moderat

Die Beitragseinnahmen in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung nahmen 2014 um 0,8 Prozent auf insgesamt 36,3 Milliarden Euro zu. Ursache für dieses vergleichsweise geringe Wachstum ist auch die moderate Beitragsentwicklung bei vielen PKV-Unternehmen. Die Versicherungsleistungen in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung stiegen weniger stark als im Vorjahr um 1,8 Prozent auf insgesamt 24,8 Milliarden Euro.

Bild: © freshidea/ fotolia.com

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