Digitale Vernetzung im Maklervertrieb vor dem Durchbruch

Veröffentlichung: 11.11.2015, 06:11 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Ob bei Vertragsabschluss, Schadenregulierung oder auch nur der Änderung einer Bankverbindung - Makler und Versicherungsunternehmen tauschen regelmäßig eine Vielzahl von Informationen aus. Ein Projekt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zielt darauf ab, den Datenaustausch durch einheitliche Standards schneller, sicherer und effizienter zu machen.

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cms.afswc.x Elisabeth Stiller, Stellvertretende Leiterin Vertrieb beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Zwar gibt es schon heute digitale Schnittstellen zwischen den IT-Systemen von Maklern und Versicherern, diese unterscheiden sich aber von Unternehmen zu Unternehmen. Das heißt in der Praxis: Für die Betreuung eines Kunden, der Verträge bei fünf verschiedenen Versicherern hat, muss ein Makler mitunter fünf verschiedene Zugangswege wählen. Das ist so umständlich, dass ein zu großer Teil der Kommunikation zwischen Maklern und Versicherern noch über Email, Papier oder Telefon erfolgt.

Pilotprojekt erfolgreich

Das Projekt soll die sichere Kommunikation über standardisierte Schnittstellen fördern. Ziel ist, dass die Makler alle relevanten Kunden- und Vertragsdaten zuverlässig, schnell und bequem in ihrem jeweiligen Maklerverwaltungsprogramm vorfinden. Der Datenaustausch zwischen den Rechnern soll dabei im Hintergrund laufen und setzt auf Bewährtes: die Authentifizierung beim Insurance Trust Center (ITC) der Trusted German Insurance Cloud (TGIC) einerseits sowie die Normierung des Brancheninstituts für Prozessoptimierung (BiPRO) andererseits. Diese sollen sich als Standards etablieren. Die Ergebnisse aus unserem laufenden Pilotprojekt sind so vielversprechend, dass alle am Projekt Beteiligten mit großen Erwartungen auf den breiten Roll-Out im Jahr 2016 blicken.

Sichere Infrastruktur durch TGIC

Die Sicherheit von Kundendaten hat für die Versicherungswirtschaft Priorität, auch und gerade bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Die TGIC schafft die Voraussetzung für eine sichere Kommunikation über das Internet – zwischen Versicherungsunternehmen, Behörden sowie Geschäftspartnern. Und mit unserem Projekt zur digitalen Vernetzung auch für den Datenaustausch mit Maklern. Dass die Versicherer für den Datenaustausch mit Maklern auf die TGIC setzen, ist nur folgerichtig, denn sie ist die Zukunft bei der digitalen Vernetzung in der Versicherungswirtschaft. Die sicherheitszertifizierte Cloud-Lösung soll zukünftig in immer mehr Bereichen der Kommunikation zwischen Versicherern, Vermittlern, Verband, Behörden sowie Kunden, Geschäftspartnern und Dienstleistern die Basis für einen sicheren, schnellen, webbasierten Datenfluss bilden.

Breite Akzeptanz fördert Umsetzung

Das Ziel der digitalen Vernetzung zwischen Versicherern und Maklern ist nicht neu. Es gibt im Markt bereits etliche Ansätze dazu. Auf Bewährtes setzen heißt deshalb, die BiPRO-Normen zu nutzen. Je mehr Versicherer fachliche Webservices auf Grundlage der BiPRO-Normen anbieten, desto sinnvoller wird diese Lösung auch für Makler. Die digitale Vernetzung mit den Versicherern hilft den Maklern, ihre Prozesse zu optimieren und den Erwartungen ihrer Kunden zu entsprechen.

Bild: (1) © Sergey Nivens /fotolia.com (2) ©  GDV

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