Chile: Schäden zwischen 600 und 900 Millionen US-Dollar
Der Risikoanalyst AIR Worldwide schätzt, dass die versicherten Schäden des Erdbebens bei Illapel, Chile, vom 16. September bis zu 900 Millionen US-Dollar betragen werden. Und dies bezieht sich nur auf die direkten Schäden aus dem Erdbeben.
Das Erdbeben, das eine Stärke von 8,3 auf der Skala erreichte, kostete mindestens 12 Menschen das Leben, und konnte auch im 3.000 Kilometer entfernten Sao Paulo in Brasilien gespürt werden. In der chilenischen Hauptstadt Santiago schwankten die hohen Gebäude ganze drei Minuten lang.
Auch ein Tsunami wurde durch das Beben ausgelöst und erreichte Hawaii immerhin noch mit einem Meter Höhe. Am schlimmsten traf das Wasser die Hafenstadt Coquimbo. Hier hatt edie Tsunami-Welle eine Höhe von fast fünf Metern und trug Fischerboote und Abfälle weit ins Innere der Stadt; Häuser und Geschäfte wurden überflutet.
Die heftigsten Schäden durch das Beben selber gab es in Illapel, das direkt östlich des Epizentrums liegt. Hier bewegte sich die Erde stark. Mehr als 400 Wohngebäude wurden vollständig zerstört; 700 weitere erlitten schwere Schäden. Chile besitzt die größte Kupferproduktion der Welt - zahlreiche Minen wurden durch das Beben geschädigt.
AIR rechnet folgende Schäden ein:
- Schäden an Gebäuden (Wohngebäude, Geschäfte, Industrie) und deren Inhalten
- Betriebsunterbrechungen, die direkt aus Erdbebenschäden resultieren
Nicht eingerechnet sind:
- Schäden an nicht versicherten Gebäuden
- Schäden an Grund und Boden
- Schäden an der Infrastruktur
- Indirekte Folgeschäden, die Betriebsunterbrechungen auslösen
- Ausgaben für die Schadenbeseitigung
- Schäden, die nachfolgend durch Feuer oder Erdrutsch entstanden sind
- der Nachfragesog, der nach Katastrophen entsteht und die damit verbundenen steigenden Kosten für Material, Dienstleistungen und Arbeit
Bild: © Hans / pixabay.com
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