So wichtig sind Unfall-Hilfeleistungen

Seit Jahren hatte unser Interview-Partner einen Unfallschutz bei der InterRisk, der im gewählten XXL-Konzept viele wichtige Hilfeleistungen enthält.

Wie nützlich Assistance Leistungen im Fall der Fälle waren, schildert der Versicherungsnehmer im folgenden Interview und beschreibt dabei seine tatsächlichen Erfahrungen in einer sehr schweren Zeit.

Eigentlich wollte er nur eben dem Gartennachbarn helfen. Der kürzeste Weg führte über den Maschendrahtzaun, der mit einer Höhe von 70 Zentimetern kein Hindernis zu sein schien. Doch er blieb mit einem Fuß im Zaun hängen, kam ins Straucheln – der Fuß löste sich, konnte jedoch nicht mehr richtig gedreht werden, bevor er auf der holprigen Wiese aufkam.

Auf den Knall im Gelenk folgte ein schmerzverzerrter Schrei und darauf der Weg ins Krankenhaus. Diagnose: Sprunggelenkssprengung im rechten Fuß – voraussichtlich zwölf Wochen absolute Entlastung des Fußes.

Was bedeutete diese Einschränkung für Sie?

Natürlich standen erst die Schmerzen und die Unsicherheit im Vordergrund. Viele Fragen beschäftigten mich: Kann ich trotzdem arbeiten gehen? Ich wohne im zweiten Stock ohne Aufzug – wie komme ich jetzt nach Hause? Wie regeln wir den Familien-Alltag?

Wie sieht denn Ihr normaler Familien-Alltag aus?

Wir haben drei Kinder, die Zwillinge sind zwölf und der Jüngste ist gerade acht Jahre alt. Meine Frau arbeitet halbtags, ich Vollzeit circa eine Autostunde von unserem Wohnort entfernt. Morgens kümmere ich mich um die Kinder, während meine Frau schon zur Arbeit fährt. Müll raustragen, Wäsche im Keller waschen et cetera – all diese Dinge sind normalerweise nicht erwähnenswert, weil sie ganz nebenbei auf dem Weg zur Haustür erledigt werden. Samstags wird wie in vielen Familien die Wohnung geputzt und ich erledige zusätzlich den großen Wocheneinkauf – alle helfen mit.

Und jetzt nach dem Unfall? Was hat sich für Sie verändert?

Ich bin insgesamt zwölf Wochen krankgeschrieben, weil ich den Fuß nicht belasten darf und so mit dem Auto nicht zur Arbeit fahren kann. Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung und ich erhalte jetzt Krankengeld, was auch unsere finanzielle Situation belastet. Zu Hause bin ich ziemlich eingeschränkt.

Tätigkeiten, die sonst normal waren, funktionieren jetzt nicht mehr. Meine Frau kann jetzt morgens erst los zur Arbeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Sie kommt dafür natürlich etwas später erst wieder – Essen kocht sie so vor, dass ich beispielsweise nur den Backofen einschalten, aber nichts tragen muss. Das Laufen mit Krücken schränkt mich auch hier ein.

Vor dem Unfall kam meine Frau etwas früher nach Hause, hat gekocht und nebenbei die Küche aufgeräumt, bevor die Kinder aus der Schule kamen. Das macht sie jetzt alles spätabends und steht deutlich früher auf. Alle kleinen Tätigkeiten bleiben an ihr hängen, dazu kommen die Hilfen, die ich jetzt zusätzlich benötige – versuchen Sie mal, sich einen Kaffee zu kochen und ihn am Esszimmertisch zu trinken, wenn Sie an zwei Krücken gehen.

Sie haben den Vorfall der InterRisk gemeldet. Was ist dann passiert?

Nachdem wir den Schaden unserer Unfallversicherung gemeldet hatten, dauerte es keine 20 Minuten und die InterRisk hat mich zurückgerufen. Unser erster Gedanke war eigentlich nur, dass ich einen Rollstuhl brauche, um die Wege außerhalb der Wohnung meistern zu können. Die nette Dame am Telefon fragte ab, welche der beinhalteten Hilfeleistungen aus dem XXL-Unfallvertrag für uns infrage kämen: Essen auf Rädern, Einkäufe, Taxifahrten zum Arzt und zur Krankengymnastik, Taxifahrten für die Kinder zu Freizeitaktivitäten, Haushaltshilfe et cetera.

Das Meiste decken wir alleine ab, aber dass ich ab und zu mit dem Taxi zu den Arzt- und Rehaterminen fahren kann und meine Frau so nicht noch früher nach Hause kommen oder gar Urlaub nehmen muss, ist schon mehr als hilfreich. Wenn eine einzelne Fahrt zum Krankenhaus oder Hausarzt im Nachbarort schon 24 Euro kostet, kommt so einiges zusammen.

Außerdem kam direkt vier Tage nach der Schadenmeldung eine Haushaltshilfe – wir mussten uns um nichts kümmern und sind sehr zufrieden mit den Servicekräften. Sie kommen einmal in der Woche zu zweit für rund zwei Stunden. Die Rechnungen werden direkt abgewickelt, es fallen keine Vorleistungen an. In einer Situation wie dieser ist man froh um alles, was einem abgenommen wird.

Wie lange bekommen Sie diese Hilfeleistungen jetzt?

Das kann ich noch nicht genau sagen, da wir die zweite Operation zum Entfernen der Schrauben abwarten müssen. Fünf Wochen nach dem ersten Anruf hat sich die InterRisk von selbst noch mal gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Hilfeleistungen zunächst noch für eine Woche eingetragen wurden, und nachgefragt, ob dieser Zeitraum denn ausreichend sei. Die Verlängerung hat sie direkt telefonisch bestätigt und darauf hingewiesen, welche Nachweise sie hierfür benötigt.

Und den Rollstuhl? Haben Sie den auch bekommen?

Tatsächlich haben wir einen Rollstuhl bekommen. Erst durch die Nachfrage bei der InterRisk haben wir erfahren, dass mir ein Rollstuhl auch bei der Krankenkasse zusteht. Als Laie weiß man das ja nicht. Und das Blöde ist, dass einem das auch keiner von alleine sagt. Auch dafür war das Gespräch mit der InterRisk so hilfreich. Ich hatte eine Ansprechpartnerin, die ich alles fragen konnte.

Der nächste Weg ging wieder zum Arzt, der das Rezept für den Rollstuhl ausstellte. Mit dem Wissen „Wenn die Krankenkasse nicht übernimmt, übernehmen wir die Kosten“ konnten wir sogar noch vor dem Arzttermin den Rollstuhl im Sanitätshaus bestellen und mit dem Rezept direkt abholen. Alles ging viel schneller.

Wie lange sind Sie jetzt auf den Rollstuhl angewiesen?

Da die Operation erst zwei Wochen nach dem Unfall stattfand und die Schrauben insgesamt acht Wochen im Knochen bleiben müssen, werden es mindestens zehn Wochen sein. Hinzu kommen noch weitere zwei Wochen, in denen ich den Fuß noch nicht voll belasten darf und weiter auf Krücken laufen muss. Erst dann kann ich wieder langsam anfangen zu laufen.

Sind Sie also mit der Schadenabwicklung bei der InterRisk zufrieden?

Unbedingt. Ich war doch erstaunt, wie umfangreich die Hilfeleistungen sind. Man hört sonst immer nur von großen Schäden mit mächtigen Summen, die man als Laie überhaupt nicht einschätzen kann. Aber ich war doch beeindruckt von der unkomplizierten Hilfe und der Tatsache, dass ich jemanden an der Seite hatte, der sich wirklich um mich gekümmert hat.

Nachdem ich das am eigenen Leib erfahren habe, habe ich sofort auch meine 79-jährige Mutter bei der InterRisk unfallversichert und war überrascht über den kleinen Preis. Ich denke, genau das sind die Hilfeleistungen, die in ihrem Fall noch stärker zum Tragen kämen, da sie alleine wohnt. Zu wissen, dass einem jemand zur Seite steht, den man fragen kann und der sich auch noch von selbst meldet, auch wenn man selbst mal den Überblick über die Leistungszeiträume oder Nachweise verloren hat, ist einfach unbezahlbar.

Vielen Dank für das ausführliche Gespräch.

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