Provinzial investiert 150 Millionen Euro in Energiewende-Fonds
Versicherer suchen langfristige Infrastrukturinvestments. Der Provinzial Konzern stellt 150 Millionen Euro für einen Fonds bereit, der kommunale Stadtwerke mit eigenkapitalstärkenden Nachrangdarlehen ausstattet.
Der Provinzial Konzern investiert 150 Millionen Euro in den Energiewende-Fonds „Stadtwerke Pro“, der gemeinsam von der Provinzial Asset Management GmbH (ProAM) und der caplantic GmbH – einer Tochter der Norddeutschen Landesbank – entwickelt wurde. Der Fonds stellt kommunalen Energieversorgern langfristige Nachrangdarlehen zur Verfügung. Ziel ist es, deren wirtschaftliches Eigenkapital zu stärken und zusätzlichen Fremdfinanzierungsspielraum zu schaffen.
Nachrang als strategisches Instrument
Nachrangdarlehen werden bilanziell dem wirtschaftlichen Eigenkapital zugerechnet. Für Stadtwerke bedeutet das eine verbesserte Kapitalbasis – ein entscheidender Faktor angesichts steigender Investitionsanforderungen durch Energie- und Wärmewende. Finanziert werden sollen unter anderem:
- Investitionen in erneuerbare Energien
- Netzinfrastruktur
- Digitalisierung
- Effizienzmaßnahmen
Damit wird institutionelles Kapital gezielt in kommunale Infrastrukturprojekte gelenkt.
Infrastruktur als Anlageklasse
Für Versicherer sind Infrastruktur- und Transformationsfinanzierungen aufgrund ihrer langfristigen Laufzeiten und stabilen Cashflow-Strukturen grundsätzlich attraktiv. Gleichzeitig gewinnen ESG- und Energiewende-Investments im institutionellen Portfolio weiter an Bedeutung. Mit der Strukturierung über die NORD/LB-Gruppe wird die Umsetzung nach banküblichen Standards gewährleistet.
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