Talanx mit ambitionierten Zielen

Veröffentlichung: 25.10.2018, 05:10 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Die Talanx-Gruppe strebt künftig eine Eigenkapitalrendite von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins an. Pro Jahr soll der Gewinn je Aktie bis 2022 durchschnittlich um mindestens 5 Prozent steigen.

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Diese Ziele will das Unternehmen mit fokussierten Strategien der Geschäftsbereiche, verschiedenen Wachstumsinitiativen, der Bündelung der konzerninternen Rückversicherung in der Holding sowie einem konsequenteren Kapitalmanagement erreichen. 35 bis 45 Prozent der IFRS-Gewinne sollen an Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende in absoluter Höhe soll dabei zumindest auf Vorjahresniveau liegen.

Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG, dazu:

„Die Talanx-Gruppe ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich stärker als der Wettbewerb gewachsen und hat fast durchgängig attraktive Renditen bei vergleichsweise geringer Volatilität erzielt. Auf diesem Erfolg bauen wir auf. Wir setzen die Profitabilisierung in den Geschäftsbereichen fort und starten Wachstumsinitiativen im Gewerbebereich sowie dem Geschäft mit speziellen Risiken, zudem setzen wir unser erfolgreiches Wachstum im Ausland fort. Unterm Strich werden wir damit unsere Ertragskraft deutlich ausbauen.“

Digitale Transformation beschleunigen

Digitale Innovationen und Anwendungen sollen dabei im bereits etablierten Best Practice Lab gezielt weiterentwickelt und unter Beachtung marktspezifischer Anforderungen lokal umgesetzt werden. Darüber hinaus werden Beteiligungen an innovativen Start-ups, wie die Vermögensplattform Elinvar, ein wachsender Teil der Strategie sein.

Kapitalmanagement, Rückversicherungsbedarf und Zukäufe

Talanx wird unter anderem überschüssiges Kapital der Konzerntöchter in die Holding transferieren, wodurch verstärkt in profitable und wachstumsstarke Bereiche investiert und perspektivisch die Dividendenstabilität der Talanx weiter gewährleistet werden kann.

Mit der Bündelung des Rückversicherungsbedarfs der Erstversicherungen in der Holding will das Unternehmen gruppenweit Diversifizierungseffekte nutzen. In Verbindung mit einem höheren Selbstbehalt geht Talanx infolgedessen auch von einem Anstieg der Kapitalerträge aus. Komplett implementiert rechnet Talanx dadurch mit einem positiven Effekt auf den Jahresgewinn von rund 50 Millionen Euro.

Zukäufe bleiben weiter wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie von Talanx. Voraussetzung für eine Transaktion bleibt, dass mögliche Zukäufe zeitnah die Eigenkapitalrendite des Konzerns verbessern und zu einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie führen. Im Fokus stehen im wesentlichen potentielle Zielunternehmen im Nicht-Leben-Geschäft in den definierten Märkten.

Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung und Lebensversicherung

Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich kurzfristig auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, bis 2022 auf Wachstum im Ausland und auf das konzerninterne Joint Venture mit der Hannover Rück SE, die HDI Global Specialty SE.

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International will Talanx das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Ziel ist es, in den fünf definierten Kernmärkten in Lateinamerika und Zentral- und Osteuropa unter die Top-5-Anbieter aufzurücken.

Das Privat- und Firmenkundengeschäft Deutschland führt sein strategisches Programm KuRS konsequent fort und strebt weiteres Wachstum im Geschäft mit kleineren und mittelständischen Unternehmen an.

Mittelfristig wird sich der Geschäftsbereich noch stärker auf profitables Wachstum im Schaden/Unfallgeschäft konzentrieren. Im Fokus steht hier das KMU-Segment mit dem Ziel, insgesamt bis 2022 mit KMU ein Bruttoprämienvolumen von mehr als 500 Millionen Euro zu zeichnen.

Im Geschäft mit Lebensversicherungen konzentriert sich der Geschäftsbereich weiter auf kapitaleffiziente Altersvorsorgeprodukte und auf biometrische Risiken; im Besonderen auf die Wachstumschancen in der betrieblichen Altersvorsorge im Kontext des Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Zudem wird sowohl in Schaden/Unfall als auch in Leben weiter konsequent die Homogenisierung der Systemlandschaft vorangetrieben.

Das zentrale Ziel, im Geschäftsbereich bis 2021 ein EBIT von mindestens 240 Millionen Euro zu erzielen, wird vollumfänglich bestätigt.

Bild: © alphaspirit / fotolia.com

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