Die meisten Patientenverfügungen sind im Ernstfall unbrauchbar

Veröffentlichung: 19.07.2016, 09:07 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Neun von zehn Deutschen besitzen keine wirksame Patientenverfügung, obwohl diese zu den wichtigsten medizinischen Vorsorgemaßnahmen gehört. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie des Sozialforschungsinstitutes Mentefactum im Auftrag des Online-Dienstleisters DIPAT.

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cms.yrmdw.x Dr. Paul Brandenburg, Berliner Arzt und Publizist

65 Prozent gaben in der telefonischen Befragung an, nie eine Patientenverfügung erstellt zu haben. Von den übrigen Befragten hatten sich drei von vier auf wirkungslose Vorlagen verlassen, beispielsweise von Ämtern oder Notaren. „Diese Anbieter genießen zwar Vertrauen, sind jedoch nicht kompetent, medizinisch wirksame Dokumente zu liefern“, erklärt Dr. Paul Brandenburg, Notfallmediziner und Geschäftsführer von DIPAT. Das belegte bereits 2014 eine Arbeit der Universität Düsseldorf.

„Ursachen sind mangelnde medizinische Genauigkeit und zu spätes Eintreffen des Dokumentes am Krankenbett. Im Einsatzfall bleiben sie daher nahezu immer medizinisch wirkungslos“, so Brandenburg.

Der fachärztliche Dienst DIPAT bietet die Lösung: mit der ersten dauerhaft wirksamen Patientenverfügung. Sie ist medizinisch wirksam, durch präzise Erfassung der häufigsten und nahezu aller lebensentscheidenden Diagnosen und Willensentscheidungen. Sie ist uneingeschränkt verfügbar, da sie online hinterlegt und damit jederzeit im Volltext abrufbar ist. Als einziger Anbieter in Deutschland ermöglicht DIPAT seinen Nutzern die selbstständige Erstellung und Hinterlegung einer wirksamen Patientenverfügung innerhalb kürzester Zeit und ohne Abhängigkeit von Dritten.

Dr. Brandenburg ergänzt: "Mit einer Reihe gesetzlicher und privater Krankenversicherungen befinden wir uns in vielversprechenden Gesprächen betreffend die Kostenübernahme für DIPAT bzw. die Einbindung in deren Servicepakete. Bisher gibt es jedoch noch keine solche Übernahme. DIPAT ist ausschließlich direkt über unsere Website oder über einen telefonischen Kontakt mit uns verfügbar. Ein Angebot über Makler oder andere Provisionsmodelle ist vorerst nicht geplant."

Über DIPAT

„DIPAT Die Patientenverfügung“ ging Ende 2015 online. Der Berliner Arzt und Publizist Dr. Paul Brandenburg entwickelte den Dienst gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern. Ein Online-Interview ermittelt umfassend den Behandlungswillen des Nutzers. Dabei liefert es ihm anschauliche Beispiele und Entscheidungshilfen. Zusätzliche Beratung ist in aller Regel nicht erforderlich. Das Ergebnis der Befragung wird in einen präzisen Fachtext übersetzt und steht im Akutfall über das Internet zum Abruf bereit.

cms.fphnr.xMittels persönlichem Code-Aufkleber auf der Versichertenkarte ist sie stets verfügbar. Rettungsdienste und Kliniken benötigen neben einer Internetverbindung keine zusätzliche Technik. Auf Wunsch werden auch weitere medizinische sowie persönliche Informationen erfasst, beispielsweise Allergien und Kontaktdaten von Vertrauenspersonen und Ärzten.

Der einmalige Komplettpreis für 4 Jahre Nutzung beträgt 48,- EUR. Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen sind bereits Bestandteil von DIPAT und im genannten Preis enthalten.

Mehr Informationen: www.dipat.de

Bild: (1) © CandyBox Images / fotolia.com, (2, 3 & 4) © DIPAT Die Patientenverfügung GmbH

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Das Berliner Unternehmen DIPAT trägt seit Ende letzten Jahres dafür Sorge, dass Menschen ihre Patientenverfügung so formulieren, dass diese im Ernstfall von den Ärzten im Krankenhaus verstanden und wunschgemäß umgesetzt wird. Das besondere Plus dabei: Dank eines codierten Signalaufklebers auf der Gesundheitskarte ist die Verfügung jederzeit im Netz abrufbar.
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