Solvabilität im Vergleich - der map-report ist erschienen

Veröffentlichung: 30.05.2016, 11:05 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die map-report-Redaktion hat erneut die Lebensversicherer, private Krankenversicherer und auch Versicherungskonzerne einer Analyse der Solvabilitätsquoten unterzogen. In der Neuauflage der Untersuchung „Solvabilität im Vergleich 2006 bis 2015“ (Map-Report 884) wird die Entwicklung der Eigenmittelquoten über die vergangenen zehn Jahre grafisch veranschaulicht.

(PDF)
Zwei-Anzugtraeger-stehen-auf-Geldborsen-84735026-FO-ollyZwei-Anzugtraeger-stehen-auf-Geldborsen-84735026-FO-olly© olly / fotolia.com

Viele Gesellschaften haben ihr Eigenkapital ausgebaut. In der Lebensversicherung stärkten 21 von 54 Unternehmen die Eigenmittel zum Teil deutlich.

Doch setzte sich insgesamt der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Die Eigenmittelausstattung reduzierte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um - 2,0 Prozent auf 161,7 Prozent. Der höchste Wert wurde 2007 mit 207,3 Prozent erreicht. Der map-report stellt fest, dass das Zinsniveau vor allem in der Lebensversicherung auf die Solvabilität durchschlägt.

Veränderungen gegenüber Vorjahr

Den größten Rückgang gegenüber dem Vorjahr weist die Condor auf - ein Minus von 20,9 Prozent. Die Huk-Coburg dagegen verzeichnet die stärkste Eigenmittelstärkung mit 68,5 Prozent. Dies ist laut map-Report auf die Kapitalerhöhung im letzten Jahr zurückzuführen.

Krankenversicherungen

Bei den Krankenversicherern erhöhten 14 von 29 Teilnehmern die Solvabilitätsquote in Vergleich zum Vorjahr. In der Krankenversicherung halten die Gesellschaften im Durchschnitt mit 249,7 Prozent das Zweieinhalbfache der von der Aufsicht geforderten Eigenmittel bereit.

Kennzahlen Konzerne

Unter den teilnehmenden Konzernen ist das Verhältnis zwischen fallenden und steigenden Quoten weniger ausgeglichen. Fünf Konzerne meldeten positive Veränderungen, zehn Mal ging es abwärts. Mit einer durchschnittlichen Quote von 219,9 Prozent waren die vorhandenen Sicherheitsmittel aber mehr als doppelt so hoch wie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gefordert.

Die Solvabilitätsquoten der Lebensversicherer, Krankenversicherer und Konzerne werden getrennt verglichen. Dazu kommen Einzeldarstellungen der Versicherungsgruppen mit ihren jeweiligen Lebens- und Krankenversicherern. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wie viel Finanzkraft hinter den operativen Gesellschaften steht.

Er ist gedruckt und als E-Paper im PDF-Format lieferbar und dokumentiert die Solvabilitätsquoten für 54 Lebensversicherer, 29 private Krankenversicherer und 16 Versicherungskonzerne.

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