Fakten zur Rente und Riester seit 2002
Die Rente und das, was sie (nicht) leisten kann, ist in aller Munde. Immer mehr im Kreuzfeuer steht dabei die geförderte Riester Rente. Die einen wollen sie abschaffen, andere halten die Fahnen dafür nach wie vor hoch, immerhin geht es auch um 16 Millionen Menschen, die diesem Konstrukt ihre Ersparnisse anvertraut haben.
Seit 2002 wurden von den Arbeitnehmer in Deutschland 16,5 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen. Gemeinsam mit der betrieblichen Altersversorgung (bAV) verfügen mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer über eine zusätzliche Absicherung für die private Altersvorsorge. Riestern ist insbesondere für Familien mit unterdurchschnittlichen Einkommen und vielen Kindern interessant, denn 40 Prozent der geringverdienenden Bevölkerung sorgen mit Riester für das Alter vor. Berücksichtigt man auch die bAV –Verträge, sorgen ca. 58 Prozent der Personen, die über ein Bruttomonatseinkommen unter 1.500 Euro verfügen, mit staatlicher Förderung vor.
Die staatliche Förderung im Vergleich
Der Staat fördert die Riester Rente jährlich mit 3 Milliarden Euro. Der Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung betrug alleine im Jahr 2014 84,4 Milliarden Euro. Bezogen auf den Zeitraum ab der Einführung im Jahr 2002 investierte der Bund in die staatlich geförderte Altersvorsorge mittlerweile 25 Milliarden Euro, die gesetzliche Rentenversicherung wurde sogar mit einem stattlichen Betrag von 1.000 Milliarden Euro bezuschusst.
Betriebliche Altersvorsorge und private Altersvorsorge
Den Zahlen des Bundesarbeitsministerium nach, betreiben mittlerweile 70 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland Altersvorsorge, entweder mit einer Riester-Rente oder mit einem bAV-Vertrag. 15,3 Millionen bAV-Verträge sollen für mehr Einkommen im Alter sorgen. Somit hat Riester sogar leicht die Nase vorn.
Im Vergleich dazu gibt es 91 Millionen Lebensversicherungen in Deutschland. Im Jahr 2015 wurden 228 Millionen Euro pro Tag von den deutschen Lebensversicherern an die Versicherten ausbezahlt. Bezogen auf das gesamte Jahr, ergibt sich eine stolze Summe von 83,3 Milliarden Euro.
Das System gesetzliche Rente
Der Generationenvertrag der gesetzlichen Rentenversicherung verfügt keinesfalls mehr über ein stabiles Fundament. Kamen im Jahr 2013 noch 100 Erwerbstätige Personen auf 30 Senioren, wird für das Jahr 2035 eine Zahl von 47 Menschen im Seniorenalter prognostiziert (Statistisches Bundesamt). Die Prognos AG verkündet zudem, dass die Beitragssätze der gesetzlichen Rentenversicherung auf knapp unter 30 Prozent ansteigen würden. Dies hätte wiederum zur Konsequenz, dass den Erwerbstätigen weniger Netto vom Brutto für das Haushaltseinkommen verbleiben würde.
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