Die deutschen Cabrio-Hochburgen

Veröffentlichung: 01.04.2016, 05:04 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Großstädte: Solingen, Mülheim an der Ruhr und München mit dem höchsten Cabrio-Anteil / beliebteste Modelle: BMW 3er, VW Golf und Peugeot 206 / Vollkaskoversicherung für Cabrios je nach Modell und SF-Klasse günstiger als Teilkaskoschutz.

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Die Cabrio-Saison steht vor der Tür und rund zwei Millionen Deutsche freuen sich auf Spritztouren mit offenem Verdeck. Im Umland von München und Frankfurt am Main sind die meisten Cabrio Fahrer zu finden. Ganz vorne liegen der Landkreis Starnberg, der Hochtaunuskreis und der Landkreis München. Die Cabrio-Hochburgen Deutschlands sind gleichzeitig auch die Regionen mit der höchsten Kaufkraft. Im Vergleich der deutschen Großstädte ist jedoch der Anteil versicherter Cabriolets in den beiden nordrhein-westfälischen Zulassungsbezirken Solingen und Mülheim an der Ruhr am größten. Rang drei geht an die bayerische Landeshauptstadt München.cms.onwos.x

Unter den Landkreisen mit dem höchsten Cabrio-Anteil sind außerdem der Kreis Miesbach südlich von München und der Main-Taunus-Kreis westlich von Frankfurt vertreten. Auch im Umland von Hamburg sind Autofahrer vergleichsweise häufig mit offenem Verdeck unterwegs: Die Landkreise Pinneberg und Herzogtum Lauenburg platzieren sich ebenfalls in den Top Ten. Solingen, Mülheim/Ruhr und München sind die Großstädte mit dem höchsten Cabrio-Anteil Auch im Vergleich der deutschen Großstädte unterscheiden sich die Anteile über Check24.de versicherter Cabriolets deutlich. Vergleichsweise viele Cabrios sind in den beiden nordrheinwestfählischen Zulassungsbezirken Solingen und Mülheim an der Ruhr unterwegs. Im Ranking der Cabrio-Hochburgen folgen die bayerische Landeshauptstadt München und die Hansestadt Hamburg. In den Top Ten platzieren sich außerdem auch die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden sowie die VW-Stadt Wolfsburg.

Gefragte Modelle

Unter den zehn über Check24.de meistversicherten Cabriolets 2015 befinden sich sieben Modelle deutscher Hersteller sowie drei Franzosen. Mit Abstand am beliebtesten ist die offene Variante des BMW 3er. Der VW Golf landet im Cabrio-Ranking auf Rang zwei vor dem Peugeot 206. Je nach Modell und Schadenfreiheitsklasse (SFKlasse) kann eine Kfz-Vollkaskoversicherung für ein Cabriolet sogar günstiger ausfallen als ein Teilkaskoschutz. Die Marken VW und Peugeot platzieren sich gleich doppelt in den Top Ten.

Vollkaskoschutz bei hoher SF-Klasse günstiger als Teilkasko

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Vollkaskoversicherung für ein Cabriolet günstiger als Teilkaskoschutz. Im Beispiel beträgt der Preisunterschied für ein Mitsubishi Colt Cabrio bei den fünf günstigsten Tarifen bis zu 745 Euro im Jahr bzw. 74 Prozent. Für den Preisvorteil muss der Fahrer viele Jahre unfallfrei unterwegs sein und dadurch eine hohe SF-Klasse in der Vollkaskoversicherung haben. Je höher die Einstufung, desto geringer der Jahresbeitrag. In der Teilkaskoversicherung gibt es diese Rabatte für unfallfreie Jahre dagegen nicht.

Weitere Voraussetzung: Das Cabrio-Modell besitzt eine hohe Typklasse in der Teilkaskoversicherung, zum Beispiel aufgrund häufig regulierter Diebstähle. Eine höhere Einstufung macht den Teilkaskoschutz in der Regel teurer. Auch der Wohnort des Halters spielt eine Rolle.

Saisonkennzeichen spart bis zu 49 Prozent des Kfz-Versicherungsbeitrags

Autofahrer, die ihr Cabrio nur im Sommer nutzen, sparen mit einem Saisonkennzeichen bis zu 49 Prozent des Versicherungsbeitrags. Im Beispiel zahlt der Fahrer eines Smart Cabrio für ein ganzjähriges Kennzeichen 666 Euro. Versichert er das Fahrzeug stattdessen von 01. April bis 31. Oktober, sind nur 340 Euro Versicherungsbeitrag fällig.

Außerhalb der Saison besteht eine beitragsfreie Ruheversicherung. Das Fahrzeug ist bei ordnungsgemäßer Unterbringung (Garage, umfriedeter Abstellplatz) haftpflicht- und teilkaskoversichert, darf aber nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Ein Saisonkennzeichen können Fahrer zwischen zwei und elf Monaten im Jahr nutzen. Sinnvoll sind mindestens sechs Monate: Nur dann erfolgt bei Unfallfreiheit eine Einstufung in eine höhere SF-Klasse.

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