Brandschutztür: Brandschutz ja, Einbruchschutz nein
Immer mehr Einbrüche in Deutschland: Rund 150.000 Mal schlagen die Täter jährlich zu - Tendenz steigend. Eine Schwachstelle bei Häusern sind oft die Nebentüren. Viele Hausbesitzer entscheiden sich hier für einfache feuerhemmende Türen. Diese sind aber nicht für den Außenbereich geeignet, weil sie keinen Schutz vor Einbruch bieten. Hausbesitzer sollten Seiteneingänge mit geeigneten Türen sichern.
Feuerhemmende Türen sind für den Brandschutz im Haus ausgelegt. Sie sollen verhindern, dass Feuer auf die Wohnräume übergreift. An einigen Stellen sind sie gesetzlich vorgeschrieben, beispielsweise als Verbindungstür zwischen Garage und Wohnraum. ,,Da feuerhemmende Türen in der Regel aus Stahl sind und massiv wirken, setzen Hausbesitzer sie gerne auch bei Nebeneingängen ein", so R+V-Expertin Hanna Harsche. Doch der Eindruck täuscht: Zwar ist das Türblatt stabil. Aber das Schloss ist oft nur einfach. Professionelle Einbrecher können es binnen Sekunden aufbrechen.
Wer neu baut oder saniert, sollte am besten eine einbruchhemmende Tür einbauen. Wenn das nicht möglich ist, können Hausbesitzer nachrüsten, etwa mit einem Querriegelschloss. ,,Das sollten Sie einem Fachmann überlassen. Der kann auch beurteilen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um den Seiteneingang zu sichern", sagt Hanna Harsche vom R+V-Infocenter. Ein weiterer Tipp betrifft die Kellertüren - diese liegen oft verdeckt, sodass Einbrecher geschützt ,,arbeiten" können. Deshalb sollte man diese besonders gut sichern. Zusätzlich sollte man die Haus- und Nebeneingangstür immer abschließen - selbst bei kurzen Besorgungen. ,,Wer das versäumt, muss damit rechnen, dass die Hausratversicherung bei einem Einbruch unter Umständen nur einen Teil des entstandenen Schadens zahlt."
Bild: © bramgino/ fotolia.com
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