Zahlungsmittel auf Reisen – unterwegs günstig bezahlen

Veröffentlichung: 15.02.2024, 14:02 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Geschäftsreisen, Urlaube sowie Studienaufenthalte im Ausland erfordern gute Organisation und Vorbereitung. Ein wichtiges Thema sind die Zahlungsmittel auf Reisen. Wie begleicht man Hotelrechnungen, Nebenkosten, Einkäufe und andere Ausgaben am besten?

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Kunde bezahlt mit Smartphone App im EinzelhandelKunde bezahlt mit Smartphone App im EinzelhandelRobert Kneschke – stock.adobe.com

Die Kreditkarte als finanzieller Allrounder

Bargeld gilt als beliebtes Zahlungsmittel. Geldscheine und Münzen werden (beinahe) überall angenommen und zur Begleichung kleinerer und größerer Ausgaben eingesetzt. Wegen ihrer internationalen Akzeptanz erweist sich die Kreditkarte bei Auslandsaufenthalten als finanzieller Allrounder. Zahlungen mit Karte sind praktisch und oftmals günstiger als Bargeld. Durch Geldwechseln entstehen teilweise hohe Gebühren. Außerdem sind Wechselkurse an Flughäfen und Hotelschaltern meist ungünstig. Vollkommen kostenlos ist eine Kreditkarte jedoch nicht, denn bereits beim Bestellen wird eine Gebühr fällig. Abhängig vom jeweiligen Geldinstitut kommen noch Jahres- oder Monatsgebühren hinzu. Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Karten, die wirklich gratis sind. Anhand von Testergebnissen lässt sich eine Auswahl der besten kostenlosen Kreditkarten eingrenzen.

Mit dem Begriff „kostenlose Kreditkarte“ werden Karten beschrieben, die ohne Jahres- oder Monatsgebühren auskommen. Meistens werden für die Beantragung und das Halten einer Plastikkarte jährlich Gebühren erhoben, die je nach Bank unterschiedlich hoch ausfallen. Bei Premium-Karten, die zusätzlich zum Bezahlen und Geldabheben weitere Funktionen aufweisen, bewegen sich die jährlichen Gebühren im hohen dreistelligen Bereich. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollte insbesondere auf die Jahresgebühr geachtet werden. Nur wenn diese dauerhaft bei 0 Euro liegt, handelt es sich um eine günstige Kreditkarte. Ob die Karte vollkommen kostenlos ist, erschließt sich meistens erst nach dem Durchlesen der Geschäftsbedingungen. Neben jährlichen oder monatlichen Grundgebühren werden bei Kreditkarten gern Zusatzkosten wie Gebühren für Bargeldabhebungen, Fremdwährungsgebühren oder Zinsen bei Teilzahlungsoptionen berechnet. Außerdem sind manche Kreditkarten lediglich im ersten Jahr kostenfrei, während in den Folgejahren Jahresgebühren fällig werden. Ein Anbietervergleich hilft, Sparpotenzial zu finden und sich vor hohen Kosten zu schützen. Eine weitere Möglichkeit, kostengünstig zu bezahlen, besteht darin, eine kostenfreie Kreditkarte im Probejahr zu nutzen und nach dem Testjahr den Anbieter zu wechseln.

Gebühren und Entgelte verursachen zusätzliche Kosten

Vor Reiseantritt sollte man sich bei der Bank über die Gebühren für den Karteneinsatz im Ausland informieren. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sich diese Informationen nur auf die vom jeweiligen Geldinstitut erhobenen Entgelte beziehen. Die von Banken oder Händlern vor Ort berechneten Gebühren sind darin nicht berücksichtigt. Die Reiseplanung beginnt in der Regel mit dem Urlaubsantrag beim Arbeitgeber. Im Zusammenhang mit Urlaubsansprüchen sind die im Unternehmen geltenden Richtlinien zu beachten. Je nach Reiseziel für den Traumurlaub ist die Wahl des Zahlungsmittels entscheidend. Bei Kartenzahlungen hält man einen „elektronischen Beweis“ in den Händen, was beim Bezahlen mit Bargeld nicht der Fall ist.

Nur ein einziges Zahlungsmittel mitzunehmen kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass man ohne Geld da steht. Es ist daher sinnvoll, bereits vor der Abreise bei der Hausbank eine kleine Summe Bargeld in die Landeswährung umzutauschen. Der Betrag sollte ausreichen, um das Taxi vom Flughafen sowie den ersten Einkauf am Ferienort zu bezahlen. In manchen EU-Ländern gelten mittlerweile Bargeld-Obergrenzen, sodass Barzahlungen nur in bestimmter Höhe möglich sind. Die Mitnahme einer Geldkarte (Kreditkarte, Debitkarte oder Maestrokarte) ist daher unvermeidbar.

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