AXA meldet Wachstum leicht über dem Markt

Veröffentlichung: 29.03.2016, 06:03 Uhr - Lesezeit 7 Minuten

Die AXA Deutschland steigerte in 2015 ihre Beitragseinnahmen um 1,2 Prozent auf 10,6 Mrd. Euro und das operative Ergebnis (Underlying Earnings) um 9,9 Prozent auf 541 Mio. Euro. Damit ist der Konzern nach einer Konsolidierungsphase im zweiten Jahr hintereinander wieder gewachsen und seine Marktposition gestärkt. Das operative Ergebnis hat sich zum dritten Mal in Folge verbessert.

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Überdurchschnittliche Erfolge erzielte das Unternehmen vor allem in den Segmenten Ärzte/Heilwesen und Öffentlicher Dienst, die das Unternehmen mit den Zielgruppenmarken Deutsche Ärzteversicherung und DBV Deutsche Beamtenversicherung bedient. Im Segment Ärzte/Heilwesen nahm das Beitragsvolumen um 4,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro und im Segment Öffentlicher Dienst um 3,3 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro zu.

Schaden- und Unfallversicherung

Nach Sparten betrachtet, resultiert das Wachstum vor allem aus der Schaden- und Unfallversicherung, deren Beitragsvolumen 2015 um 3,2 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro anstieg. Überdurchschnittlich wuchs dabei die Kraftfahrtversicherung: Durch ein sehr erfolgreiches Neugeschäft zum Jahreswechsel 2014/2015 und im weiteren Jahresverlauf konnte AXA im Kraftfahrt-Privatkundengeschäft rund 120.000 Verträge hinzugewinnen und dadurch die Anzahl der Verträge auf 2,9 Millionen steigern. Auch in den anderen Sachversicherungszweigen nahmen dank neuer und innovativer Produkte Neugeschäft und Beitragseinnahmen zu. Die Kunstversicherung AXA Art profitierte von günstigen Währungskursen sowie einem lebhaften Geschäft in den USA und Großbritannien, so dass sich ihre Beitragseinnahmen um 13,2 Prozent auf 175 Mio. Euro erhöhten.

Lebensversicherung

In der Lebensversicherung gingen die Beitragseinnahmen entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung um 1,6 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro zurück. Das Neugeschäft, insbesondere im laufenden Beitrag, konnte AXA jedoch gegen den Markttrend um 3,0 Prozent auf 271 Mio. Euro APE (Annual Premium Equivalent = Neugeschäft an laufenden Beiträgen plus 10 Prozent der Einmalbeiträge) steigern. Dieses Ergebnis wurde mit der sehr erfolgreichen Relax Rente erzielt, die im Jahr 2015 bereits mehr als ein Drittel des Neugeschäftsvolumens ausmacht.

Wesentliche Faktoren des starken Neugeschäfts waren mit überdurchschnittlichen Zuwächsen die zentralen Kundensegmente betriebliche Altersvorsorge, Öffentlicher Dienst sowie Ärzte/Heilwesen bei. Die Struktur des Neugeschäfts verbesserte sich ebenfalls: Zwei Drittel entfielen auf fondsgebundene und Biometrie-Produkte, verglichen mit gut der Hälfte im Vorjahr. Im Januar 2016 hat der Konzern die Relax Rente durch eine neue Produktlösung für die Rentenphase ergänzt: Mit „Performance Flex“ bietet AXA als erster Versicherer ein Rentenauszahlkonzept, das durch flexible Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlichen finanziellen Bedarf im Rentenalter abdecken kann.

Zusatzversicherungen tragen Krankenversicherungs-Neugeschäft

In der Krankenversicherung nahm das Beitragsvolumen um 2,6 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro zu. Hierzu trugen im Neugeschäft neben den Beihilfeergänzungstarifen vor allem die Zusatzversicherungen bei: In diesem strategischen Wachstumsfeld konnte der Konzern den Bestand um 2,6 Prozent auf rund 895.000 Versicherte ausbauen und das Beitragsvolumen erhöhen. Erfolgreich verliefen vor allem die Zahn-Ergänzungsprodukte und das Firmengeschäft (Expatriates und betriebliche Krankenversicherung). Allerdings verringerte sich die Anzahl der vollversicherten Personen leicht um 0,2 Prozent auf rund 790.000. Insgesamt verzeichnete das Neugeschäft in der Krankenversicherung einen Rückgang um 3,8 Prozent auf 115 Mio. Euro Jahresbeitrag.

Schaden-Kostenquote auf 93,6 Prozent verbessert

Die Schaden-Kostenquote (All Years Combined Ratio) in der Schaden- und Unfallversicherung konnte der AXA Konzern 2015 um 2,0 Prozentpunkte auf 93,6 Prozent und damit zum fünften Mal in Folge senken. Die Verbesserung gelang vor allem durch ein günstigeres Abwicklungsergebnis aus Vorjahresschäden sowie Kostensenkungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm „Focus to Perform (f2p)“.

Kostensenkung durch Effizienzsteigerungen

Die konsequent fortgeführten Maßnahmen aus dem Programm f2p ermöglichten es, die Kosten im Konzern (Economic Expenses) weiter um 2,7 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zu senken. Tarif- und inflationsbedingte Steigerungen konnten somit mehr als aufgefangen werden.

Operatives Ergebnis nochmals erhöht

Der AXA Konzern arbeitet in allen drei Sparten unverändert profitabel, so dass das operative Ergebnis (Underlying Earnings) erneut um 9,9 Prozent auf 541 Mio. Euro stieg. Dazu trug die Schaden- und Unfallversicherung aufgrund der deutlich verbesserten Schaden-Kostenquote am stärksten bei. Das Nettoergebnis (Net Income), das im Vorjahr durch positive Marktwertentwicklungen bei Rentenpapieren und Gewinnrealisierungen eine außerordentliche Höhe erreicht hatte, blieb mit 511 Mio. Euro (2014: 521 Mio. Euro) erneut auf einem hohen Niveau.

Unverändert starke Ratings

Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit langem eine hohe Finanzkraft, von der auch der deutsche AXA Konzern profitiert. Standard & Poor’s Ratings Services hat am 23. Dezember 2015 seine A+ Financial Strength Rating-Entscheidung sowie den positiven Ausblick bestätigt. Auch Fitch Ratings hat am 6. Oktober 2015 sein AA- Insurer Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick bekräftigt. Moody’s Investors Service bewertet AXA in seiner Insurance Financial Strength Rating-Entscheidung vom 20. Januar 2016 weiterhin mit Aa3, ebenfalls mit stabilem Ausblick. Die Zahlen sind gemäß IFRS und stellen den Teilkonzern AXA Deutschland der AXA S.A., Paris, dar.

Bild: © AXA Deutschland

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