Mehr netto vom brutto: Das Steuerparadies Deutschland

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Nahrungsmittel, Energie und das allgemeine Leben. Gerade im Moment wird alles teurer und viele fragen sich, wie sie es schaffen Geld einzusparen, um der Inflation zumindest ein wenig entgegenzuwirken. So können bereits bestehende Möglichkeiten sehr interessant werden, um dieser Situation entgegenzuwirken und somit das Nettogehalt zu erhöhen. Geschäftsführer*innen haben die Chance, Ihren Angestellten genau das zu ermöglichen.

Ein Beitrag von Daniel Schaposch und Felix Brandt von der Gehaltsoptimierer GmbH

Daniel Schaposch (l) und Felix Brandt, Geschäftsführer, Gehaltsoptimierer GmbH

Wer das Steuergesetz genau kennt, kann entscheidend beeinflussen, was gespart wird. Allein der Paragraph 3 des Einkommenssteuergesetzes hat insgesamt 71 Absätze, in denen aufgelistet ist, welche Möglichkeiten einer Steuerbefreiung der Gesetzgeber anbietet. Hier liegt eine große Chance zu sparen, die von Geschäftsführern entdeckt und dann umgesetzt werden muss.

Somit können Arbeitgeber*innen bei einer Gehalts- oder Lohnerhöhung bis zu 50 Prozent der Personalkosten einsparen. Vor allem mittelständische Unternehmen werden somit die ideale Möglichkeit geben, um günstiger wachsen zu können. Pro Mitarbeiter*in kann somit oftmals ein vier- bis fünfstelliger Betrag jährlich eingespart werden, wenn die Grundlagen des Gesetzes beachtet werden.

Absetzen bringt zusätzliche finanzielle Freiheit

Nicht nur Steuern, die direkt aus dem Lohn oder Gehalt abfließen, können eine erhebliche Ersparnis ausmachen. Die Steuergesetze sehen vor, dass die kompletten Ausgaben berücksichtigt werden dürfen. Arbeitgeber*innen und können ihren Angestellten somit ihre gewöhnliche Alltagssituation brutto gleich netto auszahlen.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Urlaub, Essen für Mitarbeiter*innen oder um Investitionen für die Kinder handelt. Insgesamt gibt es über 102 Bausteine für Unternehmen, die sie ihren Mitarbeiter*innen netto auf das Konto auszahlen können.

Außerdem können Fahrtkosten inklusive einer Verpflegungspauschale geltend gemacht werden. Gerade bei den aktuell hohen Energie- und Spritpreisen ist dieser Steuerspartipp eine willkommene Angelegenheit. So können Fahrtkostenzuschüsse monatlich pauschal versteuert und dann direkt an die Mitarbeiter*innen ausbezahlt werden. Nahezu 100 Prozent des Zuschusses kommen dann auf dem Nettolohn an.

Zudem ist es möglich, Angestellten eine Verpflegungspauschale auszubezahlen. Wird hierbei nur die normale Pauschale ausbezahlt, die sich auf 15 Tage im Monat bezieht, kann bereits ein Beitrag von 210 Euro netto ausbezahlt werden.

Einen Experten zu fragen, lohnt sich immer

Es gibt einen triftigen Grund, warum die Ausbildung von Steuerberater*innen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Steuergesetze und damit verbunden auch die Möglichkeit Steuern sowie allgemeine Abgaben zu sparen sind sehr schwer verständlich und benötigen ein gewisses Know-how bezüglich der Materie.

Ebenso besteht nicht immer die Zeit, sich durch diese Gesetzestexte durchzulesen und sie sind zudem kompliziert geschrieben. Gerade deswegen sollten für diese Angelegenheiten immer Expert*innen involviert werden, die sich tagtäglich damit beschäftigen, bestmögliche Einsparungen zu erzielen und die Arbeitgeberattraktivität damit zu steigern.

Steuerberater*innen gehen vermehrt auf die Frage ein, wie Gehaltsoptimierungen im Unternehmen bestmöglich umgesetzt werden, um Mitarbeiter zufrieden zu stellen und gleichzeitig günstiger zu wachsen. Dabei achten sie auf den geringsten Mehraufwand für Mitarbeiter*innen sowie für das Unternehmen.

Zu den Autoren

Daniel Schaposch Wurzeln liegen im Vertrieb und in der Steuergestaltung. Bereits seit 2019 setzte er sich massiv mit der Steuerreduzierung sowohl privater als auch beruflicher Natur auseinander. Felix Brandt ist studierter Meteorologe und Steuergestalter seit 2018. Mit seinem Faible für Daten- und Zahlenoptimierung studierte er die Spielregeln des Steuersystems genau. Seit 2021 unterstützt Daniel Angestellte dabei, zwischen 15-25 Prozent mehr Nettogehalt zu bekommen, ohne dass der aktuelle Bruttolohn angehoben werden muss.

Bild (2): © Gehaltsoptimierer GmbH