Weg von der Tabaksucht mit der E-Zigarette

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Kaum ein Lifestyle-Produkt hat so sehr an Popularität eingebüßt wie die Tabakzigarette. Wer heute überhaupt noch raucht, der tut es häufig nur noch, weil er von der Sucht nicht loskommt. Wer bereits mit Nikotinpflastern und Cold Turkey gescheitert ist, der findet mit der E-Zigarette heute eine interessante Alternative.

Mehr Raucher durch Corona

Deutsche legen allgemein viel Wert auf eine gute Gesundheit. Dies war schon vor der Corona-Pandemie so, als 81 Prozent der Befragten in einer Studie angaben, dass ihnen die eigene Gesundheit „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sei.

In kaum einem Bereich war dies in den letzten Jahrzehnten so deutlich zu sehen wie beim, der sich innerhalb von 20 Jahren halbiert hat. Allerdings gibt es auch eine negative Entwicklung: Durch die Belastungen der Pandemie stieg der Anteil der Raucher*innen in Deutschland zuletzt wieder von 27 auf 31 Prozent. Suchtforscher vermuten, dass vor allem Ex-Raucher*innen rückfällig geworden sind.

Unterschätzte Aspekte der Tabaksucht

Doch warum scheitern so viele Rauchende beim Versuch, das eindeutig gesundheitsschädigende Laster abzulegen? Auf der einen Seite stehen die körperlichen Aspekte der Sucht: Tabakpflanzen enthalten das Alkaloid Nikotin, das ähnlich süchtig macht wie Kokain oder Morphium. Produkte wie Nikotinpflaster setzen darum auf einen sanften Entzug: Über die Pflaster und die Haut gelangen geringe Mengen Nikotin in den Körper, die über Wochen immer weiter reduziert werden. So wird der Körper langsam von diesem Suchtstoff entwöhnt.

Der körperliche Aspekt nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist der psycho-soziale Aspekt der Gewöhnung. Für viele Raucher ist das Ritual des Rauchens fester Bestandteil ihres Tages. Der Gang mit Kollegen in die Raucherecke der Firma oder die Zigarette zu Hause nach der Mahlzeit. Pflaster können dieses Ritual nicht imitieren. Hier kommt die E-Zigarette als effektives Mittel zum Rauchstopp ins Spiel. Sie ermöglicht die gleichen Handlungen einschließlich des beruhigenden Zugs am Mundstück. Doch da kein Tabak verbrannt wird, führen sich Dampfer weder den Suchtstoff Nikotin noch viele andere karzinogene Giftstoffe zu. Stattdessen kommen Liquids zum Einsatz, die mit Fortschreiten der Entwöhnung eine immer geringere Menge Nikotin enthalten können, bis sie auf diese Weise gelungen ist.

Lieber Dampfen statt Rauchen

Aufgrund fehlender Langzeitstudien ist derzeit noch nicht klar, welche potenziell negativen Auswirkungen der Konsum der Liquids haben könnte. Doch Experten sind sich einig: Auch wenn Dampfen nicht gesund ist, so ist es doch zumindest erheblich weniger schädlich als das Rauchen und damit geeignet für alle, die endlich von ihrer Sucht loskommen wollen.