Frauen und Finanzen

Die Mehrheit der Frauen will laut einer forsa-Umfrage finanziell unabhängig sein – das gilt besonders fürs Alter. Aber noch nicht mal die Hälfte glaubt, dieses Ziel auch erreichen zu können.

Vor allem bei Alleinerziehenden sind die Mittel knapp. So stellt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter fest, dass neun von zehn alleinerziehenden Frauen im Alter auf soziale Absicherung angewiesen sein werden.

Geringer Teilzeitlohn lässt kaum ans Alter denken

Für alleinerziehende Mütter gestaltet sich die Suche nach einer geeigneten Stelle meist schwierig. Alleinerziehende Mütter arbeiten häufig in schlechter bezahlter Teilzeit. So  verfügten 2017 fast 58 Prozent der alleinerziehenden Mütter über ein maximales Einkommen von 1.500 Euro. Etwa jeder Fünfte verdiente nicht mehr als 900 Euro im Monat. Für eine solide Altersvorsorge bleibt hier kein Raum.

Auch wenn Frauen kompetent in Sachen Finanzen sind, ist es für sie aufgrund anderer Lebenssituationen häufig weitaus komplizierter, etwas Dauerhaftes aufzubauen, als das bei Männern der Fall ist.

Frauen denken nachhaltig

So ermittelte die aktuelle Gothaer Anlegerstudie, dass Frauen dabei zugleich sehr nachhaltig denken. Zu Gunsten der Umwelt würden von den Befragten Frauen 50 Prozent auf Rendite verzichten. Doch Sicherheit ist auch gefragt: 55 Prozent der befragten Frauen sehen dieses Thema an erster Stelle in Sachen Geldanlagen.

Das zeigt sich auch in der Wahl der Geldanlagen: Während laut einer Studie des Spar-Portals Joonko zwanzig Prozent der Männer in Aktien oder Fonds investieren, sind es bei den Frauen lediglich zehn Prozent.

 

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