Deutsche Hausbesitzer fürchten Unwetterschäden

Stürme sind von deutschen Hausbesitzern die am meisten gefürchtete Gefahr, denn 85 Prozent halten einen Sturmschaden an ihrer Immobilie für wahrscheinlich. Das geht aus einer forsa-Studie hervor, die im Auftrag der Gothaer erstellt wurde.

77 Prozent halten es darüber hinaus für wahrscheinlich, dass ihr Haus einmal von einem Hagelschaden betroffen sein könnte, 75 Prozent fürchten Starkregen. Schneedruck auf dem Dach (22 Prozent), Erdrutsch (12 Prozent), Erdbeben (8 Prozent) oder eine Lawine (1 Prozent) werden als weniger wahrscheinlich angesehen.

90 Prozent mit Wohngebäudeversicherung

In der Befragung gaben 90 Prozent an, eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen zu haben.

Auf Platz zwei folgt mit 82 Prozent eine Hausratversicherung. Allerdings reichen diese beiden Policen zum Schutz der eigenen vier Wände in einigen Fällen nicht aus.

Petra Schindler, Expertin bei der Gothaer, dazu:

„Wohngebäude- und Hausratversicherung schützen Gebäude und Inventar zwar vor Schäden durch Feuer oder Sturm, Überschwemmungen oder Rückstau, die zu vollgelaufenen Kellern führen, sind allerdings weder von der Hausrat-, noch von der Wohngebäudeversicherung gedeckt.“

Zusätzliche Elementarschadenversicherung ist ratsam

Um sich vor Schäden dieser Art sowie anderen Naturgefahren wie Hochwasser, Hagel, Erdrutsch oder Schneedruck zu schützen, rät Petra Schindler Hausbesitzern dringend zum Abschluss einer zusätzlichen Elementarschadenversicherung, weil diese dann die Kosten für eventuell nötige Instandsetzungen am Wohngebäude übernähme oder den Wiederbeschaffungswert bei Schäden am Inventar leiste.

Aber nur 64 Prozent der deutschen Hausbesitzer haben nach eigenem Kenntnisstand eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen. Vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erhobene Zahlen deuten sogar daraufhin, dass weniger als die Hälfte der Wohngebäude in Deutschland umfänglich gegen Naturgefahren geschützt sind.

Falsch eingeschätzter Versicherungsschutz

Dabei geben 95 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie glauben, eine Elementarschadenversicherung würde ihr Haus gegen Schäden durch Naturgefahren schützen. Von der Wohngebäudeversicherung glauben dies 91 Prozent, bei der Hausratversicherung sind es 66 Prozent.

Bemerkenswert ist, dass sich die große Mehrheit der deutschen Hausbesitzer gut geschützt fühlt: 92 Prozent sagen, dass sie sich gut oder sogar sehr gut gegen mögliche Schäden durch Naturgefahren abgesichert fühlen.

Doch da laut der Umfrage 36 Prozent keine Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, könnten sie damit im Ernstfall ein existenzbedrohendes Risiko eingehen.

Schutz vor Feuer als besonders wichtig gesehen

Auf die Frage, gegen welche Gefahren ihnen ein Versicherungsschutz besonders wichtig ist, antworteten 96 Prozent der Hausbesitzer „Feuer“, gefolgt von Wasserrohrbruch (93 Prozent) und Sturmschäden (93 Prozent).

Gegen durch Starkregen verursachte Schäden versichert zu sein, erachten 83 Prozent als wichtig, bei Hagelschäden sind es 81 Prozent. Einen ausreichenden Versicherungsschutz gegen Schäden durch Überschwemmungen finden jedoch nur 51 Prozent (sehr) wichtig. Erdbeben (23 Prozent) und Lawinen (5 Prozent) spielen in diesem Zusammenhang eine eher untergeordnete Rolle.

 

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