Wie können Fußballwetten finanziert werden?

Bei der Frage, wie Fußballwetten finanziert werden können, müssen zwei unterschiedliche Aspekte betrachtet werden. Zum einen muss dies aus der Sicht des Spielers betrachtet werden. Sportwetten implizieren die Möglichkeiten einer Finanzierung, weil sich dadurch auch reale Gewinnmöglichkeiten für den Spieler ergeben. Daher muss man sich auch die Chancen ausrechnen, wie hoch diese Möglichkeiten stehen.

Überlegungen für Finanzierungsanbieter relevant

Deswegen baut man sich am besten eine Zahlenreihe in einem Excel-Arbeitsblatt und legt nahe, wie hoch die Gewinne bei jedem Einsatz sein werden. Wichtig wird aber auch sein, die möglichen Verluste darzustellen, denn es gibt kein einziges reales Szenarium, wo ganz einfach nur Gewinne aufscheinen werden. Dann würde man sich selbst belügen und das ganze Modell ist null und nichtig.

Dabei stellt sich die Frage der Quellen der Finanzierung in der ersten Betrachtung gar nicht.

Denn für Anbieter, die eine Finanzierung anbieten, sind Dokumente über Überlegungen, die die Wettchancen erhöhen, relevant. Wenn in diesen Modellen kein einziger Verlust aufscheint, dann wird vermutlich auch keine Zusage für die Finanzierung erteilt werden.

Wahl der Betragshöhe

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch die Höhe der Beträge, die hier im Spiel sein werden. In der Regel sollten diese Beträge vor allem zu Beginn der Aktivitäten nicht zu hoch ausfallen, weil es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Verlustminimierung geht. Dies ist ein Ansatz, der vor allem als unwissender Neuling im Geschäft der Sportwetten anzuraten ist.

Wenn ein erfahrener Wetter später einmal eine riskantere Wahl bei den Sportwetten treffen möchte, kann dies durchaus dazu führen, dass das Risiko als großes Plus vom Financier positiv angerechnet wird. Um dies zu verstehen, muss man sich in die Sichtweise eines Financiers hineindenken: Er möchte möglichst große Chancen sehen, dass das verliehene Geld wieder zurück in seine Kasse kommen wird.

Es ist darum auch ein besonderer Leckerbissen, hier einen Maßstab zu setzen, der auch im Zahlenspiel einen positiven Barwert im Sinne unserer Berechnungsmodelle ergeben kann.

Allerdings muss man dafür ein wirklicher Kenner der Szene sein und sich vor allem mit den Modellen zur Berechnung der Quoten bei Sportwetten auseinandersetzen. Dies kann besonders für Anfänger sehr schwierig sein.

Wenn dazu noch eine zu hohe Wahrscheinlichkeit bei der Erfüllung der Quoten in den Modellen zur Berechnung der Gewinne angesetzt wird, dann wirkt das nicht glaubhaft und wird dahingehend auch keine Chancen eröffnen können. Die Verluste lassen sich dadurch auch vermehrt als positiver Beitrag darstellen und Spieler können sich dadurch auch nicht ganz so sicher präsentieren, um die besten Konditionen für die Finanzierung auszuhandeln.

Gerade bei größeren Beträgen ist dies aber unerlässlich in der Berechnung der Quoten und dadurch können auch neue Maßstäbe bei der Finanzierung erzielt werden. Auch der Anbieter braucht zum Beispiel einen Kontokorrentkredit, der die laufenden negativen Überschüsse finanziert. Die guten Konditionen wird auch der Anbieter der Sportwetten nur dann zu den besten Konditionen verhandeln können, wenn hier ein entsprechendes Berechnungsmodell vorgelegt werden kann, welches glaubhaft macht, dass hier auch mit realen Annahmen gerechnet wurde.

Man darf dies natürlich von einem professionell geführten Betrieb auch annehmen, aber muss das letztlich auch beim Kunden voraussetzen, der ja auch daran interessiert ist, Gewinne zu machen.

Berechnung der Quoten als größte Herausforderung

Man beruft sich also immer auf die gleichen Annahmen, aber die Chancengleichheit besteht leider nicht in dem Maße, wie man sich das wohl gerne gewünscht hätte. Die Berechnung der Quoten ist wohl die größte Herausforderung. Man könnte vielleicht jetzt auf die Idee kommen und sich bei einer Behörde danach erkundigen. Leider gibt es hier aber keine offiziellen Quellen und auch die Anbieter der Sportwetten selbst sind nicht daran gebunden, weshalb das Unterfangen noch schwieriger wird.

Dennoch erscheint es nicht komplett unmöglich zu sein. Man muss aber die realen Chancen vergleichen. Dafür müssen sich Spieler verschiedene Fragen stellen, um die Chancengleichheit herzustellen. Eine wesentliche Frage besteht zum Beispiel darin, sich zu fragen, ob nun auch ein Team besteht, wo der Wissenstransfer zur Berechnung der Quoten gleichmäßig verteilt und dadurch gesichert werden kann.

Ist diese Frage mit einem glatten „Nein“ zu beantworten, wird der Spieler unter Umständen vielleicht noch einige Dinge neu überdenken müssen und seinen Ansatz neu aufstellen. Gerade bei Fragen der Finanzierung kann es hier auch zu möglichen Irreführungen kommen, die sich in Verhandlungen bei der Finanzierung als Hemmschuh erweisen könnten.

 

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