3 Trends in der Kfz-Versicherung

Für Senioren längere Rabattstaffeln, besserer Schutz bei Kollisionen mit Tieren und Telematik-Tarife – Verivox hat aktuelle Trends bei der Kfz-Versicherung unter die Lupe genommen.

Längere Rabattstaffel beim Schadenfreiheitsrabatt

Derzeit müssen Senioren einen hohen Zuschlag bei der Kfz-Versicherung zahlen. Selbst wenn sie schadenfrei fahren, profitierten sie bisher nicht von höheren Schadenfreiheitsrabatten. Denn nach 35 Jahren unfallfreiem Fahren ist der höchstmögliche Rabatt erreicht.

3,8 Millionen Autos waren laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 2016 in dieser höchsten Schadenfreiheitsklasse versichert. Jetzt ändern einige Versicherer das Rabattsystem.

Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, dazu:

„Statt 35 Jahre können Autofahrer bis zu 50 Jahre mit der Hochstufung in eine bessere Schadenfreiheitsklasse rechnen – und mit einem günstigeren Kfz-Beitrag.“

Bei einem Versicherer beispielsweise endete die Staffel bisher mit SF 35 bei einer Rabattstufe von 20 Prozent, zukünftig sind es 16 Prozent in SF-Klasse 50.

Telematik-Tarife weiter eine Nische

Mit Telematik-Tarifen können besonders junge Autofahrer bis zu 40 Prozent Rabatt durch vorsichtige Fahrweise erreichen und müssen somit nicht jahrelang warten, bis die Prämie günstiger wird. Auch wenn sich die Versicherer zeigen zufrieden mit den Vertragsabschlüssen zeigen, stagniert das Telematik-Angebot auf dem Markt.

So haben im vergangenen Jahr bei einer Verivox-Auswertung zehn Versicherer Telematik-Tarife anboten, in diesem Jahr allerdings nur acht. Drei Versicherer wollen aber im kommenden Jahr wieder einsteigen oder prüfen es zumindest.

Erweiterter Versicherungsschutz bei Unfällen mit Tieren

Die Leistungen der Versicherer hat sich zum Beispiel in diesem Jahr bei Unfällen mit Tieren erweitert: So zahlte die Teilkaskoversicherung früher mehrheitlich nur Zusammenstöße mit Haarwild wie Wildschweinen und Rehen. Mittlerweile regulieren die meisten Tarife Schäden mit Tieren aller Art. Allein im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg der Anteil dieser Tarife am Gesamtmarkt von 72 auf 79 Prozent.

 

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