Lasst uns sprechen – über den Tod!

Sterben, Bestatten und Vorsorgen rund um den eigenen Tod gehören in Deutschland endlich aus dem Dunstkreis der Tabuthemen. Die Urne im Garten wäre schön, Beerdigungen sind ja gar nicht so teuer, und eigentlich müsste es doch auch Geld von der Krankenkasse geben, oder? Dies sind die Irrtümer mancher Deutschen, wenn es um Bestattungen geht. Fakten müssen her – und vor allem Aufklärung.

Nichts ist so sicher wie der Tod

Mal angenommen, es gäbe keine gesetzlichen Vorschriften in Deutschland – was für eine Form der Bestattung würden Sie sich wünschen? Jeder dritte Deutsche sagt laut einer Umfrage des Statistik-Portals Statista: „Ich weiß nicht“ oder „Urne zu Hause im eigenen Garten“. Nun, beides führt nicht weiter. Denn erstens: Eine Bestattung muss sein, und zwar laut Bestattungsgesetz innerhalb von 8 Tagen. Und zweitens: Die Urne im eigenen Garten ist zum heutigen Zeitpunkt noch gesetzlich verboten.

Es führt also kein Weg vorbei an Friedhof oder See, Grabstein oder Anonymität, Sarg- oder Urnenwahl. Dass dies viel Geld kostet, ahnen die meisten. Aber wie viel, da täuschen sie sich erfahrungsgemäß. Eine ziemlich normale Erdbestattung kostet im Durchschnitt 6.000 bis 8.000 Euro – mit der Hälfte rechnet ein Großteil der Deutschen.

Wer hat mal eben 7.000 Euro übrig?

Kai Göttker, Prokurist, MONUTA Versicherungen

Gehen wir einmal ins Detail: Es fallen Kosten an für die Leichenschau und Sterbeurkunden, für den Aufbahrungsraum, die Beisetzung, gegebenenfalls die Einäscherung, Trauerhallennutzung, Grabträger und das Grab selbst – für ein Erdgrab, ein Urnengrab oder eine Baumbestattung. Das Bestattungsinstitut wird Positionen wie Sarg, Urne, Kleidung, Hygiene, Überführung, Aufbahrung, Trauerbriefe und Formalitäten auf der Rechnung aufführen.

Der Grabstein inklusive Gravur schlagen zu Buche, ebenso wie Blumen und Sargschmuck. Hinzu kommen die Grabpflege und Kosten wie Leichenschmaus, Trauerredner, Musik und Todesanzeigen. Und hiermit ist die Liste längst nicht komplett. Als Richtlinie kann man folgende Kosten nennen:

  • Erdbestattung: 7.000 Euro mit starken Ausschlägen nach oben oder unten, je nach Grab, Sarg und Ausgestaltung der Beerdigung.
  • Feuerbestattung: 6.000 Euro, wobei die Bandbreite der Kosten bei 2.000 Euro für eine anonyme Feuerbestattung startet und auch nach oben hin weit offen ist.
  • Seebestattung: 3.000 bis 9.000 Euro; hier beeinflusst vor allem die Anzahl der Trauergäste auf dem Schiff die Kosten.
  • Baumbestattung: 2.400 bis 8.800 Euro; je stärker, wertvoller und besser gelegen der Baum, desto teurer.

So viel zu den in Deutschland rechtlich erlaubten Bestattungsarten. Doch Beerdigungswünsche außerhalb der Norm nehmen zu, wie auch schon die eingangs erwähnte Statistik zeigte. Wenn schon viele sich nicht in ihren Gärten beerdigen lassen können, fällt ihre Wahl vielleicht auf Extravaganteres: zum Beispiel eine Luftbestattung, bei der die Asche aus einem Heißluftballon gestreut wird. Oder bis zu 7 Gramm der Asche werden in einer Metallkapsel per Rakete in den Weltraum befördert. Auch möglich: Aus der Asche wird ein Diamant gepresst.

Diese Arten der Bestattungen sind allerdings in Deutschland verboten und nur im Ausland wie in Frankreich, den USA oder den Niederlanden möglich. Ganz schön teuer, das Ganze – und individuell.

Ob die Hinterbliebenen wohl Rücksicht auf die Wünsche des Verstorbenen nehmen? Es wollen beziehungsweise überhaupt können? Hier kommt die private Sterbegeldversicherung ins Spiel. Denn seit 2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr. Auch private Krankenversicherungen zahlen nichts, weil Tod kein versichertes Risiko ist – recht nachvollziehbar bei der hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherte stirbt.

In Ausnahmefällen kann es wohl sein, dass Hinterbliebene Zugriff auf Geld für die Beerdigung bekommen. So sehen private Unfallversicherungen fast immer eine Leistung bei Tod vor. Auch gibt es das sogenannte „Sterbevierteljahr“ in der gesetzlichen Rentenversicherung, in dem Ehepartnern für 3 Monate die volle Rente des Verstorbenen gezahlt wird. Oder berufsständische Versorgungswerke sehen Sterbegeld vor. Doch der Normalfall ist das nicht. Für gewöhnlich ist die Beerdigung ein zumeist schwer tragbarer zusätzlicher Kostenblock für die Trauernden.

Unterschätzte Versicherung

Die Sterbegeldversicherung ist eine Versicherung, die im Ausland, wie den Niederlanden, einen hervorragenden Ruf genießt. In Deutschland setzen manche Verbraucherschützer sie auf die Liste der Absicherungen, die man am wenigsten braucht – zu Unrecht. Denn das Wesen einer Sterbegeldversicherung ist nicht, hohe Renditen zu erzielen. Sie ist dazu da, in überschaubarem Maße Kapital anzusammeln, um am Ende des Lebens eine würdige Bestattung zu gewährleisten. Der Versicherte hat während der gesamten Laufzeit die Garantie, dass die Versicherung die volle verabredete Summe auszahlt, obwohl sie vielleicht noch nicht einmal eingezahlt wurde.

Plus: Wer sich für eine Sterbegeldversicherung entscheidet, bekommt über die finanzielle Sicherheit hinaus auch ein Stück emotionale Sicherheit. Denn mit kostenlosen und juristisch geprüften Vorsorgedokumenten helfen Versicherer wie die Monuta Menschen, ihren Tod vernünftig vorzubereiten: mit Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament-Muster oder auch einer Formulierungsvorlage für Bestattungswünsche.

Das Wissen, dass trotz aller Trauer bei seinem Tod fürs Wesentliche gesorgt ist und Wünsche respektiert werden, tut gut und ist mehr als das eingezahlte Geld wert. Während man bei anderen gängigen Versicherungen bezahlt, obwohl vielleicht nichts passiert und das Geld unwiederbringlich weg ist, weiß man bei einer Sterbegeldversicherung, dass der Versicherungsfall garantiert eintreten wird. Denn wie schon der amerikanische Politiker Benjamin Franklin sagte: „Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: der Tod und die Steuer.“

Mehr spannende Themen im experten Report 10/18

 

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