Digitale Sprachassistenten erreichen den Massenmarkt

Jeder achte Bundesbürger ab 18 Jahren nutzt bereits einen intelligenten Lautsprecher mit digitalem Sprachassistenten wie Amazon Echo, Google Home oder HomePod. Das entspricht 8,7 Millionen Menschen in Deutschland. Das zeigt die Trendstudie „Consumer Technology 2018“ des Digitalverbands Bitkom und Deloitte.

Auch das Wissen um Sprachsteuerung hat sich rasant verbreitet. 84 Prozent haben schon von digitalen Sprachassistenten gehört, 2017 waren es erst zwei Drittel (69 Prozent) und 2016 gerade einmal 5 Prozent.

Trend geht Richtung Sprachsteuerung

Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) kann sich vorstellen, zukünftig per Sprache Geräte zu steuern und 4 Prozent wollen sich in den nächsten zwölf Monaten einen Sprachassistenten anschaffen.

Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation im Bitkom, dazu:

„Wir erleben gerade den rasanten Aufstieg intelligenter Sprachassistenten. In den nächsten Jahren werden wir immer mehr Geräte wie selbstverständlich mit unserer Stimme steuern. Hier entsteht gerade ein neuer Milliardenmarkt.“

Durchbruch im Smart Home

Vor allem die Möglichkeit, die digitalen Sprachassistenten mit Smart-Home-Geräten zu verbinden, ist sehr beliebt. So geben 70 Prozent an, mit ihrem Smart Speaker andere Geräte im Haushalt zu steuern. Ein Drittel (37 Prozent) derjenigen, die Smart-Home-Anwendungen besitzen, steuert sie per Stimme.

Der intelligente Lautsprecher liegt damit gleich hinter Smartphone (76 Prozent) und Tablet (44 Prozent).

Nutzung der Sprachassistenten

Schon jetzt nutzen Verbraucher ihre Sprachassistenten vielseitig. 69 Prozent spielen per Sprachbefehl Musik ab und hören Radio. Jeder dritte Nutzer erfragt die Abfahrtszeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln (34 Prozent) oder lässt sich Verkehrsnachrichten (32 Prozent) durchgeben. Jeder Vierte (27 Prozent) lässt sich über aktuelle Sportergebnisse informieren, jeder Fünfte bestellt ein Taxi (22 Prozent) oder stellt ganz allgemein Suchanfragen (21 Prozent).

Auch für die Organisation von Terminen und für Mails werden die Geräte eingesetzt: Jeder Vierte (24 Prozent) hat bereits per Spracheingabe seinen Kalender aktualisiert und 15 Prozent lassen sich von der künstlichen Intelligenz Mails vorlesen. Erst wenige (8 Prozent) diktieren ihre Nachrichten ein.

Dr. Christopher Meinecke sagt:

„Noch spielen Sprachassistenten vor allem Musik ab und geben das Wetter durch, künftig bilden sie die Grundlage eines selbstbestimmten Lebens im Alter. Zum Beispiel wenn ältere Menschen die Geräte nutzen, um mit ihrer Stimme Haushaltsgeräte zu steuern oder sich die Nachrichten ihrer Enkel vorlesen zu lassen.“

Tech-Trend Augmented Reality

Nach wie vor stößt das Smartphone als Universalgerät in vielen Branchen entscheidende Entwicklungen an, aber es hat als Steuerungszentrale des vernetzten Zuhauses mit digitalen Sprachassistenten große Konkurrenz bekommen.

Augmented Reality ist eine von diesen Entwicklungen, die sich immer mehr in der Bevölkerung durchsetzt. Zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) haben bereits von Augmented Reality gehört. Jeder Fünfte (21 Prozent) hat bereits eine Augmented-Reality-Anwendung mit dem Smartphone ausprobiert.

Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte, erklärt:

„Das gesamte mobile Ökosystem wird von der Augmented Reality profitieren. Im Jahr 2023 werden rund 20 Millionen Konsumenten in Deutschland mindestens einmal pro Woche Augmented-Reality-Angebote nutzen.“

Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) will Augmented Reality in Zukunft ausprobieren. Dabei ist das Interesse an Augmented Reality besonders beim Reisen groß: Ein Drittel der Internetnutzer (33 Prozent) kann sich vorstellen, diese zur Navigation und als Reiseführer zu nutzen. Jeder Fünfte (22 Prozent) würde mit Augmented Reality lernen.

Auch Games (21 Prozent), Shopping (19 Prozent) und Social Media (15 Prozent) sind mögliche Anwendungsszenarien.

Klaus Böhm erläutert:

„Augmented Reality wird zu einem wesentlichen Feature mobiler Navigationsangebote werden. Auch AR-basierte Reiseführer werden sich schnell etablieren. Großes Potenzial gibt es auch beim E-Learning: Augmented Reality veranschaulicht komplexe Zusammenhänge und schafft durch spielerische Elemente zusätzliche Motivation.“

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