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Deutsche fühlen sich zehn Jahre jünger

Die Deutschen fühlen sich im Durchschnitt zehn Jahre jünger, als sie sind. Erst über 70-Jährige werden von den meisten als „alt“ angesehen.

Das ist ein Ergebnis der Studie 50plus „Einzigartigkeit des Alterns“ des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.

Wahrnehmung ist altersabhängig

Für unter 40-Jährige zählen Menschen ab 60 Jahren zu den „Alten“. Bei den über 40-Jährigen hingegen dominiert die Auffassung, dass man erst nach dem 70. Lebensjahr alt ist. Die Altersgruppen der zweiten Lebenshälfte gewinnen an Umfang und damit auch an Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft, weswegen diese Sichtweise interessant ist.

Hermann Binkert, INSA-Geschäftsführer, dazu:

„Heute sind schon 51 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland über 50 Jahre alt. Sie stellen 56 Prozent der Wahlberechtigten und ca. 60 Prozent der Wähler.“

Keine pauschale Aussage möglich

Die Einschätzung variiert stark, was detaillierte Ergebnisse der Befragung zeigen: So variiert die Einschätzung, wann Alter beginnt, zum Beispiel zwischen den einzelnen Berufsgruppen. Angestellte, Beamte und Selbstständige sowie Freiberufler datierten in der Befragung den Beginn des Alters am häufigsten ab dem 70. Geburtstag. Ungelernte Arbeiter hingegen nennen am häufigsten das Alter von 60 Jahren auf die Frage, ab wann man als alt einzuschätzen sei. Ganz anders denken darüber Freiberufler, denn hier war knapp jeder Fünfte (17 Prozent) der Auffassung, das Alter liege jenseits der 80 Jahre.

Klaus Morgenstern, DIA-Sprecher, erklärt:

„Allein die weite Spanne der Antworten zeigt die Vielfalt beim Altern. Deutschland braucht daher, das zeigt die DIA-Studie 50plus, eine Kultur des aktiven Alterns. Es müssen noch mehr Chancen für Ältere geschaffen werden, sich länger auf dem Arbeitsmarkt zu halten und so lange wie möglich gesund, aktiv und unabhängig zu leben.“

 

Bild: © wavebreak3 / fotolia.com