Axa: Tausende Verträge der Unfall-Kombirente werden gekündigt

Die Axa kündigt momentan viele Verträge der Axa-Unfall-Kombirente, weil sie die zugesicherten lebenslangen Renten nicht mehr zahlen kann. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Im Jahr 2006 kam die Unfall-Kombirente auf dem Markt, die bis 2010 verkauft wurde. Diese war für Menschen gedacht, für die eine BU zu teuer war oder die wegen Vorerkrankungen keine bekamen. Bei einem Unfall oder bei einigen schweren Krankheiten wollte die Axa eine lebenslange Rente – abhängig von der Beitragshöhe – zwischen 500 Euro und 3000 Euro zahlen.

In einem Brief an die betroffenen Kunden schrieb Vorstand Thierry Daucourt im April nun, dass wegen des medizinischen Fortschritts die Kosten in dem Tarif jedes Jahr steigen würden. Dazu kämen noch die niedrigen Zinsen, weswegen nun die Axa ihr Leistungsversprechen in diesem Tarif nicht mehr aufrechterhalten könne. Deswegen kündigt Axa den Kunden, denn nicht nur Kunden können kündigen, sondern eben auch der Versicherer.

Die gekündigten Kunden sollen Alternativprodukte wählen, wie die Existenzschutzversicherung. Allerdings hat diese dem Bericht der SZ zufolge ein schlechteres Preis-Leistungsverhältnis.

Der Versicherer gab gegenüber der FAZ an, dass aber nicht alle Kunden betroffen sind: Ausgenommen sind Verträge, bei denen es bereits zum Leistungsfall gekommen ist, und auch Kunden, die mindestens 58 Jahre alt sind.

 

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