Versicherungskunden: Affinität zu digitalen Angeboten wächst

Die Affinität zu digitalen Angeboten bei Kunden ist hoch und nimmt von Jahr zu Jahr zu. Laut der Studie KUBUS Privatkunden aus dem Hause MSR Insights lehnen nur sechs Prozent der Versicherten digitale Angebote ab.

Diese Digital-Affinität hilft dabei, einen Teil der persönlichen Betreuungsleistung über digitale Kommunikation zu kompensieren. Allerdings existieren nach wie vor Kundensegmente, die auf klassische Kommunikation via Briefpost nicht verzichten wollen. Auch das ist Ergebnis der aktuellen Studie KUBUS Privatkunden.

Immerhin ist fast ein Drittel aller Kunden bereit, einen Aufpreis von 5 Euro pro Jahr zu bezahlen, um alle Informationen auch weiterhin per Brief zu erhalten. Das geht so weit, dass sogar jeder achte Kunde bereit ist, bis zu 20 Euro pro Jahr für die klassische Korrespondenz zu bezahlen. Dabei spielt eine Ablehnung gegenüber der Digitalisierung nicht nur eine Rolle.

Michael Schulte, Client Manager bei MSR Insights, dazu:

„Kunden sind es gewohnt, ihre Briefe per Post zu erhalten und legen diese dann in ihren Ordnern ab. Werden diese per E-Mail oder per Portal verschickt, bedeutet das für einen Teil der Kunden eine Umstellung, die für sie erst einmal mit Aufwand verbunden ist.“

Für die deutsche Versicherungsbranche ergibt sich aus dieser Information ein interessantes Rechenspiel. Da die klassische Briefkommunikation aktuell noch genutzt werden muss, könnte ein Teil der Kosten, die hier entstehen, einem Teil der Kunden in Rechnung gestellt werden. Da die Versicherer damit einen Kundenwunsch bedienen, entsteht an der Stelle eine Win-Win-Situation, von der beide Seiten profitieren.

Für Briefe mehr zahlen? Viele wären bereit dazu.

 

Bilder: (1) © Gina Sanders / fotolia.com (2) © MSR Insights