EIOPA: 42 Versicherer werden getestet

Die EU-Aufsichtsbehörde EIOPA führt zum vierten Mal den europaweiten Stresstest bei Versicherungsunternehmen durch. Diesmal werden kleine und mittelgroße Unternehmen verschont.

42 europäische Versicherungsgruppen, die fast 78 Prozent des europäischen Marktes abdecken, werden auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse getestet. Die BaFin erklärte, dass unter den getesteten auch fünf deutsche Versicherer sind: Allianz, Münchener Rück, HDI (Talanx), R+V Versicherung und HUK-Coburg. Insgesamt kommen die Unternehmen aus 12 europäischen Ländern, darunter sind auch noch neun aus Großbritannien.

Die Prüfergebnisse einzelner Unternehmen sollen auf freiwilliger Basis zum ersten Mal veröffentlicht werden, da dies laut Behördenchef Gabriel Bernardino mehr Transparenz zur Verbesserung der Marktdisziplin beitragen kann.

Wie üblich testet die EIOPA die üblichen Zinsschocks, also ein abrupter Anstieg der Marktzinsen und einer noch länger dauernden Niedrigzinsphase. Diesmal werden auch die Folgen einer Serie von Naturkatastrophen und das Risiko von Cyber-Risiken geprüft.

Die Stresstest-Daten müssen die Versicherer bis zum 16. August 2018 an die nationalen Aufsichtsbehörden melden. Die Ergebnisse sollen dann im Januar 2019 veröffentlicht werden.

 

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