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Mit linker Hand verfasstes Testament eines Rechtshänders ist wirksam

Wenn ein Rechtshänder aufgrund einer Erkrankung das Testament mit der linken Hand schreibt, so ist dies dennoch wirksam. Ein Zeuge sollte dann das eigenständige Schreiben des Testaments bestätigen, entschied das Oberlandesgericht Köln.

Wegen einer Krebserkrankung konnte ein Rechtshänder das Testament nicht mehr mit der rechten Hand schreiben, weswegen er es mit der linken Hand verfasste. Ein anwesender Zeuge bestätigte es durch einen Zusatz sowie seiner Unterschrift.

In dem Testament wurden die Nachbarn als Erbe eingesetzt. Nach dem Tod beantragten sie aufgrund des Testaments die Erteilung eines Erbscheins. Die Schwestern des Erblassers hielten das Testament für eine Fälschung und beantragten wiederum die Erteilung eines Erbscheins, die auf der gesetzlichen Erbfolge basiert.

Das Oberlandesgericht Köln entschied, dass das mit der linken Hand eigenhändig verfasste Testament des Erblassers wirksam ist und bestätigte damit die Entscheidung des Amtsgerichts Euskirchen. Durch die Bekundung des Zeugen, dass das Testament mit Links vom Erblasser geschrieben wurde und dies auch mit einem handschriftlichen Zusatz und seiner Unterschrift bestätigte, ist das Testament wirksam.

Beschluss vom 03. August 2017 (Oberlandesgericht Köln, 2 Wx 149/17, 2 Wx 169/17)

 

Bilder: © cooperr / fotolia.com

 

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