Angst vor Cyber-Angriffen ist gestiegen

Die Gefahr für Unternehmen, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden, wächst und damit auch die Angst der Unternehmen vor Cyber-Angriffen. Das fand die Gothaer KMU Studie 2018 heraus.

Für 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind Cyber-Risiken wie ein Hackerangriff oder Datenklau eine der bedrohlichsten Gefahren für ihren Betrieb. Im Vorjahr waren es acht Prozent weniger.

37 Prozent halten es außerdem für wahrscheinlich, dass ihr Unternehmen von einem solchen Risiko konkret betroffen sein könnte. 2017 waren es 34 Prozent. Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) wurde bereits Opfer eines Hackerangriffs, Trojaners oder Datendiebstahls.

Trotzdem sind die Lücken bei den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen eklatant: Jedes fünfte KMU verzichtet noch immer auf die Installation von Virenschutzprogrammen, jedes Vierte hat keine Firewall und sogar fast ein Drittel führt keine regelmäßigen Backups durch.

Bedrohliche Risiken für den Betrieb im Jahresvergleich

Nur 13 Prozent haben einen Versicherungsschutz für Cyber-Risiken. Im Vorjahr waren es sogar nur neun Prozent der Unternehmen.

Frank Huy, Leiter Financial Lines bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, dazu:

„Damit zeigt sich ein Trend zum Abschluss einer Cyber-Police – auch wenn noch auf zu niedrigem Niveau. Unsere Studien zeigen, dass das Risikobewusstsein und die Angst vor Cyber-Angriffen bei den KMUs seit Jahren steigen. Das Risiko, selbst von einem Hackerangriff, Datendiebstahl oder Virenbefall betroffen zu sein, ist von den Unternehmen erkannt. Gleichzeitig wird die Absicherung durch eine Cyber-Police immer noch zu selten genutzt. Wir spüren aber bei jedem öffentlichkeitswirksamen Hackerangriff eine deutlich steigende Nachfrage nach Cyber-Policen.“

Wichtig: Assistance-Leistungen bei Cyber-Schutz

Für 53 Prozent sind Assistance-Leistungen im Schadenfall wie Datenwiederherstellung und Krisenberatung besonders wichtig. 45 Prozent finden eine 24-Stunden-Notfallhotline wichtig, 41 Prozent möchten Präventionsmaßnahmen wie Risiko- und Schwachstellen-Analysen, für 33 Prozent ist die Beitragshöhe entscheidend und für 32 Prozent der flexible Versicherungsschutz ein wichtiges Thema.

Durch Digitalisierung steigt Sorge um Computersysteme und Daten

Nicht-digitales Arbeiten ist immer weniger vorstellbar. Dementsprechend hoch ist auch die Bedeutung, die Computersystemen und Daten beigemessen wird. 37 Prozent sehen ihre Computersysteme und Daten am wertvollsten an, an zweiter Stelle kommen Gebäude und Maschinen mit je 18 Prozent.

Der wertvollste Betriebsbereich im Jahresvergleich

Ausbaufähige Präventionsmaßnahmen

Jedes fünfte KMU verzichtet immer noch auf die Installation von Virenschutzprogrammen, jedes Vierte hat keine Firewall und sogar fast ein Drittel führt keine regelmäßigen Backups durch.

Virenschutzprogramme haben fast 80 Prozent der KMU in Deutschland.

Betriebshaftpflicht-Versicherung an erster Stelle

Bei der Art der Versicherungen dominiert wie schon in den Vorjahren mit 83 Prozent die Betriebshaftpflicht-Versicherung, gefolgt von der betrieblichen Gebäude-Versicherung.

Die meisten Unternehmen haben eine Betriebshaftpflicht-Versicherung.

Gothaer erweitert Cyber-Police für Unternehmerkunden

Die Gothaer hat bereits 2017 eine Cyber-Versicherung für Unternehmerkunden im Bestand mit einem Umsatz über fünf Millionen Euro eingeführt. Mit verschiedenen Bausteinen kann der Cyberschutz individuell zusammengestellt werden. Im Januar 2018 wurde das bisherige Produkt ergänzt um eine Police für kleinere Betriebe mit bis zu fünf Millionen Euro Umsatz.

Beide Gothaer Policen sichern mit den Bausteinen „Haftpflicht“ sowie „Eigenschaden“ die Grundrisiken ab. Anders als bei der Gothaer Cyber-Versicherung für größere Unternehmen, bei der weitere Bausteine wie Betriebsunterbrechung, Bedienfehler und Cyber-Diebstahl optional hinzugewählt werden können, enthält das neue Produkt für Gewerbekunden ein standardisiertes, sehr umfangreiches Deckungskonzept, bei dem Deckungssummen und Sublimits in verschiedenen Varianten wählbar sind.

Weitreichende Assistance Leistungen

Beide Produktvarianten bieten auch Assistance-Leistungen. Dabei geht es um eine 24-Stunden-Hotline sowie um die Wiederherstellung von Daten und Programmen: Denn gerade bei der Versicherung von Eigenschäden ist schnelle Hilfe wichtig. Deswegen trägt die Gothaer die Kosten der Hilfsmaßnahmen der ersten 48 Stunden immer – auch dann, wenn sich später herausstellt, dass kein Hackerangriff gegeben war.

Über die Studie

Im Rahmen der Gothaer KMU Studie 2018 wurden 1.004 Personen in kleinen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern zum Thema befragt.

Ziel der KMU-Studienreihe ist es, den Status quo in kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Thema Versicherungsschutz und Risikobewusstsein zu erheben. Um mögliche Veränderungen im Zeitverlauf aufzuzeigen, werden zentrale Fragen über die Befragungswellen konstant gehalten.

 

Bilder: (1) © nikodash / fotolia.com (2-5) © Gothaer Konzern

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