Trotz Katastrophenjahr: Allianz hat Geschäftsziele erreicht

Die Allianz will zukünftig keine Kohlekraftwerke mehr versichern, auch wenn es keinen schnellen Rückzug geben wird. Außerdem hat der Versicherungskonzern ein starkes Wachstum im Jahr 2017 erreicht, das vor allem auf höhere Ergebnisse aus dem Asset Management- und dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft zurückzuführen ist. Das geht aus den Jahreszahlen für 2017 hervor.

Trotz der Schäden durch Waldbrände in Kalifornien, die Orkane Harvey, Irma und Maria sowie Stürme in Europa und andere Naturkatastrophen wuchs das operative Ergebnis leicht um 0,4 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Damit lag es in der oberen Hälfte der angekündigten Zielspanne von 10,3 bis 11,3 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg 2017 um 3,0 Prozent auf 126,1 Milliarden Euro.

Vor allem bei der Schaden- und Unfallversicherung haben die Naturkatastrophen Verbesserungen überlagert. Das operative Ergebnis sank 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro, vor allem aufgrund höherer Schäden aus Naturkatastrophen.

Bei der Lebens- und Krankenversicherung ist der Neugeschäftswert 29,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gewachsen. Das operative Ergebnis wuchs 2017 um 3,1 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Beim Asset Management waren die Nettomittelzuflüsse Dritter in Rekordhöhe. Im Jahr 2017 wuchs das operative Ergebnis um 10,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür war die Zunahme des durchschnittlichen für Dritte verwalteten Vermögens bei PIMCO und Allianz Global Investors, was zu höheren vom verwalteten Vermögen abhängigen Erträgen führte. Im Vergleich zum Jahresende 2016 wuchs das für Dritte verwaltete Vermögen um 87 Milliarden Euro auf 1.448 Milliarden Euro.

Allianz und Munich Re versichern Kohleausbau

 

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