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IDD-Umsetzungsfrist endgültig veschoben

Die EU-Botschafter bestätigten am 14. Februar 2018 eine Übereinkunft, die die IDD-Umsetzungsfrist verschiebt. Dies findet auf Vorschlag der EU-Kommission statt.

Es erfolgt nun eine Verschiebung der Pflicht der EU-Mitgliedsstaaten zur Umsetzung der Richtlinienvorgaben bis zum 1.7.2018 – statt bisher zum 23.2.2018. Die Anwendung hat dann bis spätestens 1.10.2018 zu erfolgen. Da das Europäische Parlament und der Rat die Änderungsrichtlinie voraussichtlich nicht vor März 2018 annehmen werden, wird die Verschiebung dann rückwirkend ab dem 23. Februar gelten.

Dazu Rechtsanwalt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverband Finanzdienstleistung AfW:

Norman Wirth, AfW-Vorstand und Rechtsanwalt

Norman Wirth, AfW-Vorstand und Rechtsanwalt

„Das deutsche IDD-Umsetzungsgesetz ist beschlossen und tritt zum 23.2. in Kraft. Es ist unwahrscheinlich, dass auch der deutsche Gesetzgeber eine Verschiebung vornehmen wird. Die Branche ist weitestgehend IDD-ready, auch wenn die noch ausstehende Versicherungsvermittlungs-verordnung noch nicht vorliegt.

Im Übrigen ist es unfassbar, was die europäische Bürokratie einer ganzen Branche an Hick Hack zumutet. Erst MiFID2 nun IDD. Regulierungsprojekte mit äußerst gravierenden Auswirkungen für ganze Branchen werden angeschoben, inkonsistent verabschiedet und rückwirkend verschoben, weil man merkt, dass eine Umsetzung in der vorgegebenen Zeit nicht machbar ist.“

 

Bilder: (1) © robert / fotolia.com (2) © AfW