Hahn-Angriff bringt Schmerzensgeld

Ein Bauaufseher wurde von einem Hahn angegriffen und verletzte sich beim Ausweichversuch schwer. Die Besitzer des Tieres zahlen nun insgesamt 37.500 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Bei Straßenbauarbeiten in der Nähe des Grundstücks der Hahn-Besitzer wurde der Kläger plötzlich von dem Hahn angefallen. Er wich nach eigenen Angaben rückwärts aus und stolperte dabei über die Straßenkante und stürzte. Dabei hat er sich einen Wirbel gebrochen.

Entscheidung der ersten Instanz

In erster Instanz wurde der Klage auf Schmerzensgeld sowie Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro stattgegeben. Die Feststellungsklage hatte zudem Erfolg, was bedeutet, dass die Besitzer des Hahns für alle künftigen Schäden aus dem Vorfall aufkommen müssen.

Berufung beim Oberlandesgericht

Der Kläger legte beim Oberlandesgericht München Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz ein. Dabei schlug das OLG einen Vergleich vor: Zusätzlich zu den 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen die Beklagten 27.500 Euro Schadenersatz und damit sind alle Ansprüche abgegolten.

Falls die Haftpflichtversicherung der Beklagten dem Vergleichsergebnis nicht zustimmen sollte, kann der Vergleich noch bis 21. Februar 2018 widerrufen werden.

Die Beklagten gaben nach diesem Vorfall die Tierhaltung auf und der Hahn wurde geschlachtet.

 

Bild: © Andreas Sulz  / pixelio.de

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