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Sozialpartner-Rente: Vertrauensvorschuss ist groß

Wenn es um die Rente geht, vertraut der deutsche Bundesbürger am meisten dem Angebot seines Arbeitgebers. Mit 56 Prozent steht die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in der Gunst der Versicherten sogar acht Prozentpunkte vor der gesetzlichen Rente (48 Prozent).

An dritter Stelle finden sich mit 40 Prozent bereits gemeinsame Angebote von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Wie die repräsentative Untersuchung von Infratest im Auftrag des Versorgungswerks MetallRente bestätigt, zweifeln vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren an der gesetzlichen Rente. Nur 34 Prozent haben Vertrauen. Für diese Altersgruppe ist dagegen der Vertrauensvorschuss für Betriebsrentenangebote von ihrem Arbeitgeber (61 Prozent) oder den Tarifparteien (53 Prozent) besonders hoch.

Heribert Karch, Geschäftsführer des Versorgungswerks MetallRente warnt vor dem Hintergrund der vorliegenden Zahlen:

„In Deutschland tickt die Uhr – anders als vor 17 Jahren angenommen, sind es vor allem junge Menschen, denen immer weniger Zeit zum Ausgleich von empfindlichen Leistungsabsenkungen der gesetzlichen Rente bleibt.

Die Tarifparteien genießen hier ein enormes Vertrauen und haben die einmalige Chance, zu den Wegbereitern einer guten Rentenpolitik gerade für die Jungen zu werden.“

Die Tarifparteien sind die neuen Gewährsträger eines Betriebsrentenversprechens. Sie haben die Aufgabe, steuernd einzugreifen und mit kollektiver und generationengerechter Kapitalanlage für eine möglichst hohe Zielrente Sorge zu tragen. Auch die stärkere Verbreitung über sogenannte Opting-out-Modelle obliegt exklusiv den Tarifparteien, betont das Versorgungswerk.

 

Bild: © Sergey Nivens / fotolia.com

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