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Pflegezusatzversicherer auf dem Prüfstand

Da Versicherer ihr Pflegezusatzportfolio und diverse Assistenzleistungen nur eingeschränkt kommunizieren, hat research tools die Portfolios von zehn Versicherern analysiert. Das Ergebnis: Gerade bei Standardtarifen klafft die Beitragsschere weit auseinander.

Die Versicherungen bieten zwischen einer und sechs Pflegezusatzversicherungen an. Untersucht wurden unter anderen die Portfolios von Allianz, AXA, DFV, DKV, Hallesche, HanseMerkur, R+V und SDK.

AXA und HanseMerkur punkten beim Preis

Allianz, DKV und Hallesche offerieren alle drei Produktarten – Pflegerente, Pflegetagegeld und Bahr-Tarif. Differenzierung erfolgt sowohl über gewährte Leistungen, als auch über Assistenzleistungen wie beispielsweise weltweiter Versicherungsschutz, Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung oder Vermittlung eines Pflegeheimplatzes innerhalb von 24 Stunden.

Eng mit dem Leistungsangebot verknüpft ist die Beitragsgestaltung, die mittels Nutzerprofilen transparent verglichen werden kann. Im Ergebnis ist bei Standardtarifen der teuerste Anbieter im Durchschnitt 2,6-mal so teuer als der günstigste Anbieter. Bei den Premiumtarifen liegt der durchschnittliche Differenzfaktor mit 1,6 deutlich niedriger. Konkret bedeutet das bei den errechneten Beiträgen eine monatliche Differenz zwischen 22 und 186 Euro.

Häufig günstigster Anbieter bei Standardtarifen ist die AXA, bei Premiumtarifen punktet die HanseMerkur.

DKV und SDK gut im Service – Allianz und R+V mit bester Online-Präsenz

Pflegezusatzversicherungen werden vielfach in einem persönlichen Gespräch zwischen Berater und Kunde vertrieben. Darüber hinaus stellen sich die jeweiligen Serviceteams der Versicherungsgesellschaften den Kundenanfragen. Deren telefonische Antwortqualität fällt bei allen Versicherern durchgehend gut aus, die Beantwortung von Mailanfragen dagegen überraschend mager.

Lediglich die Serviceteams von DKV und SDK beantworten die online gestellten Fragen mit hoher Qualität. Zudem kann sich die Präsenz in Vergleichsportalen als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen. Sechs der zehn Versicherer sind hier stark vertreten, Allianz und R+V mit besten Präsenzen.

DFV kann über 50 Prozent der Postings verbuchen

In der Kommunikation agieren die Versicherer eingeschränkt. Ein Großteil der Anbieter verzichtet auf mediale Werbung oder Anzeigen in Suchmaschinen. Auf Social Media-Kanälen und YouTube treten sie überwiegend zurückhaltend auf. Auf die DFV entfallen dabei mehr als die Hälfte der Pflegezusatzversicherungs-Postings.

Pflegezusatzversicherer auf dem Prüfstand

 

Bilder: (1) © ra2 studio / fotolia.com (2) © research tools